Schräge Musik bei Beethoven?
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Feierabend-Mitglied
Samstag 05.02.2022, 14:48
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Bestimmt wird es der aufmerksame Hörer bemerkt haben, dass Beethoven in seiner 3. Sinfonie (Eroica) auch „schräge Töne“ komponiert hat (Scala 5:27 bis 6:29), die er dann wieder in harmonische auflöst.
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Für das damalige Publikum, dem Musik lediglich zur Unterhaltung diente, war diese Sinfonie - nicht zuletzt auch aufgrund ihrer Länge und dem ungewöhnlichen Auftakt der Sinfonie mit zwei Akkorden - eine enorme Herausforderung. Es wurden sogar Rufe laut „Wann hört das endlich auf“.
Mit der Eroica wird deutlich, dass Beethoven neue Ausdrucksformen gesucht hat, neue Wege gehen wollte und sich somit von dem Einfluss Haydns und Mozarts gelöst hat.
Ich kann mir lebhaft vorstellen, dass nach der Aufführung eine heiße Diskussion über diese Neuerungen geführt worden ist.
(Zitat Beethovens erschienenen 1806 in der Erstausgabe der Partitur im "Verlag für Kunst und Industrie")
"Diese Symphonie, die über das gewohnte Maß ausgedehnt ist, möge lieber kurz nach Beginn, als gegen das Ende einer musikalischen Veranstaltung angesetzt werden, etwa nach einer Ouvertüre, einer Arie oder einem Konzert. Sie würde sonst, wenn der Zuhörer von dem Vorhergegangenen bereits ermüdet ist, von ihrer Wirkung verlieren.“
(Ende des Zitats)
Damals war es üblich mehrere Kompositionen aufzuführen, oft dauerte ein Konzert stundenlang. Heute nicht mehr vorstellbar.