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„Les Preludes“ - Franz Liszt

Von Feierabend-Mitglied Dienstag 14.09.2021, 10:46 – geändert Mittwoch 15.09.2021, 15:38

Liszts „Les Préludes“ wurde auf fatale Weise missbraucht, als sie im Dritten Reich als Sondermeldungsfanfare im deutschen Rundfunk verwendet wurde. Hierdurch wurde das Werk in einen Zusammenhang gebracht, den der Komponist nicht einmal erahnen konnte. Die Politik bediente sich der Musik, um ihre Ideen zu propagieren, das Kraftvolle und Kampfeslustige schien für diesen Zweck wohl gut geeignet.


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Vor einiger Zeit hörte ich diese Komposition während eines Konzertbesuches, und bei der Werkseinführung gab der GMD zu verstehen dass es völlig absurd sei, dass dieses Werk wegen der Nazipropaganda nicht mehr aufgeführt werden sollte. Das Werk verdient es nicht nur in diesem Licht betrachtet zu werden, sondern einzig und allein als sinfonische Dichtung von eigenem Wert.

Es ist beschämend, dass Werke der Klassik mit dem Dreck der Nazis beschmutzt worden sind, u.a. auch Wagners Musik. Hier sollten die Komponisten mit Nachdruck rehabilitiert werden und ihre Werke den Stellenwert zurückerhalten, für den sie geschaffen wurden - nicht als Propagandamusik für eine abstruse Ideologie, sondern für die Seele und zur innersten Wahrnehmung.

Es ist erfreulich, dass immer mehr Israeliten diese Liszt-Komposition nicht mehr mit dem Naziregime in Zusammenhang bringen und sie als Teil der abendländischen Kultur betrachten.

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