Thomas Hettche "Sinkende Sterne"
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Feierabend-Mitglied
09.08.2026, 11:57
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Er ist einer meiner Lieblingsautoren, auch wenn ich bei seinen Büchern häufig ins Schwimmen gerate, weil ich kaum Zugang zu seiner intellektuellen Gedankenwelt habe. Trotzdem faszinieren mich seine Bücher, seine Themen, seine Ideen, und ich nehme so einiges mit beim Lesen, häufig Gedanken, die ich mir notieren muss, weil sie einfach zu schön sind.
Zuletzt hatte ich sein Buch "Liebe" gelesen. (Ganz große Leseempfehlung). Über zwei älter gewordene Menschen, die die Liebe noch einmal so richtig trifft.
Aber jetzt wollte ich über das Buch "Sinkende Sterne" kurz etwas schreiben.
Es spielt in der Schweiz, im Wallis, im Rhonetal, das nach einer Naturkatastrophe teilweise unter Wasser steht. Ein großer See hat sich gebildet, Dörfer und Städte sind versunken, es gab viele Tote. Das Ereignis hat nicht nur die Landschaft, sondern auch die Menschen und die Politik verändert.
Die Gegend ist wie herausgehoben aus der restlichen Welt, sogar der restlichen Schweiz.
Der Erzähler kommt in diese Gegend, in ein Ferienhaus, das seine inzwischen verstorbenen Eltern gekauft hatten, weit oben am Berg. Er hat dort früher als Kind und Jugendlicher viel Zeit verbracht und es holen ihn die Erinnerungen ein.
Auch in diesem Buch wieder viele Sätze, die man gerne festhalten möchte, viele herrliche Naturbeschreibungen, man fühlt sich regelrecht in die Bergwelt versetzt. Erotische Anspielungen, die ein Kopfkino erzeugen, aber teilweise auch irritieren.
Am Schluss hatte ich das dringende Bedürfnis, mit jemandem zu reden, der dieses Buch auch gelesen hat. Aber wie meistens - weit und breit keiner zu finden...