Gedanken an die Mutter
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Feierabend-Mitglied
30.09.2018, 15:38 – geändert 30.09.2018, 15:47
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30.09.2018, 15:38 – geändert 30.09.2018, 15:47
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Mein Mütterlein, sie wär' heut hundert
ich brenne Kerzen, denk an sie
so oft hab' ich mich schon gewundert,
wie schaffte sie das Leben, wie?
Der Krieg, der Hunger, soviel Sorgen
fünf Kinder in der schlimmsten Zeit
war in der Ehe nie geborgen
zum Absprung war sie nicht bereit
viel Krankheit, Schmerzen nahm die Kraft
mit 55 ist sie schon gegangen
der Kummer hat sie hingerafft
wie ein verlöschend' Licht ist sie vergangen.
Ich war bei ihr in ihrer Todesstunde
war noch so jung, so fassungslos
blieb noch bei ihr fast eine Stunde
war so gelähmt, der Schmerz war groß
hab tausend Danke ihr gesagt
für alles, was sie mir gegeben
und habe mich dabei gefragt,
was für ein schweres, armes Leben.
So friedlich hat sie ausgeseh'n,
sie war erlößt, die Seele konnte geh'n
So viele Jahre sind vergangen
hab' selbst gespürt des Lebens Schmerz
Hab zu verstehen angefangen
die Liebe die erfüllt mein Herz.
Drum dieser Tag gehört heut Ihr
und ich bleib' still und ganz bei mir.