Wir Männer als verkannte Helden von Weibes Gnaden
Von
tastifix
Donnerstag 26.07.2018, 09:13
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tastifix
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Wir kämpften uns durch die Jahrhunderte, avancierten zu Kriegshelden, Fürsten, Königen sowie sogar Kaisern und rückten so in überragender Weise die männliche Überlegenheit ins rechte Licht. Stolz präsentierten wir Speere sowie später Gewehre und Kanonen, taktierten uns mit diplomatischer Klugheit unter extremer Anstrengung in die hohen und höchsten Positionen und standen endlich so vor der Welt da, wie es uns gottgleichen Wesen gebührt.
Nur, falls wir glaubten, dass die holde Weiblichkeit, um deren Gunst wir von jeher bemüht waren und uns ihretwegen durch die Jahrhunderte buhlten, es in geziemendem Maße anerkannte, irrten wir uns gewaltig. Die Tüchtigkeit als Krieger und Befehlshaber machte uns für sie allein insofern interessanter, als sie uns zu Kandidaten zukünftiger Vaterschaft werden ließ. Wir galten als Lieferanten hervorragender Gene, die zudem über den notwendigen gesellschaftlichen Status verfügten, um den Nachkommen reich beschenkt ins Leben starten und ihnen die spätere Karriere schon in die Wiege legen zu können.
Davon abgesehen, dachten die Frauen nicht daran, uns als gottgleiche Wesen anzusehen. Stattdessen agierten sie ständig raffinierter und wickelten uns Halbgötter um den Finger, so dass wir den für Männer charakteristischen Durchblick verloren, uns in ihren Charmenetzen wiederfanden und dies obendrein noch als ungemein schmeichelnd empfanden. Immer noch dachten wir, als Herren der Schöpfung weiterhin die Fäden in den männlichen Händen zu halten. Aber das schwächere Geschlecht, dass sich immer weniger unterwürfig zeigte, hatte uns längst zu Marionetten degradiert und wir wurden bloßes Mittel zum Zweck.
Tja: Irren ist eben menschlich ...