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Weihnachts-Mutprobe?

Von Feierabend-Mitglied Donnerstag 30.11.2023, 12:33


*So oder so* Weihnachten allein.

Weihnachten zum allerersten Mal in meinem Leben alleine.....Ja, ich muß es wahrhaben und irgendwas tun, irgendetwas planen, etwas vorbereiten, vielleicht verabreden, oder verreisen???
Wenn ich daran denke, die Koffer zu packen und irgenwohin zu fahren wo es schön ist, wo es festlich ist wo freundliche Menschen Weihnachten feiern, dann........ja dann überfällt mich Panik.
Diese Vorbereitungsmühe, die sich hauptsächlich darum dreht, was packe ich in den Koffer, was ziehe ich zu den abendlichen,
festlichen Essen an. Die Vorstellung mit fremden Menschen an einem Tisch zu sitzen, mich mit ihren Eigenarten anzufreunden, keine vertraute Hand ergreifen zu können wenn es rührselig wird .....diese Vorstellung schreckt mich ab.

Was wäre wenn..... ich einfach zuHause bliebe, ganz alleine .....nur ich mit meinen Erinnerungen. Diese Vorstellung wäre mir immer als das Schlimmste was sein könnte, erschienen..... Aber was ist so furchtbar daran. Ist nicht mein Lebensspruch *es ist wie es ist* von Buddha????

Wenn ich Lust hab zu kochen, dann koch ich was Schönes, wenn nicht, dann ess ich eben was Einfaches. Es erwartet keiner etwas von mir und es zwingt mich keiner zu irgend etwas. Vielleicht gönn ich mir mal was ganz Verrücktes zum Fest und zelebrier das?

Ich bestelle mir Kaviar. Ja, früher gab es den ab und zu mal zu ganz besonderen Gelegenheiten. Jetzt ist eine sehr besondere Gelegenheit .
Ich feier Weihnachten alleine, ohne meinen vertrauten Ehemann mit dem ich seit 47J. immer zusammen gefeiert habe, auch wenn wir nicht immer zusammen gewohnt haben. Er fehlt mir und Weihnachten ohne ihn, treibt mir jetzt schon die Tränen in die Augen.
Aber auch wenn ich alleine feiern werde, wird er bei mir sein!......

Ich will nicht um meine Verlassenheit weinen, das wäre irgendwie nicht ehrlich, denn ich meistere mein Leben ja schon viele Monate ohne ihn und schaffe das.
Ich werde weinen um die Wärme die er mir gab, um das Vertrauen, das uns verband, um die Lücke , die er hinterläßt, um das zerrissene Band durch den Tod..... darum darf ich weinen.

Bou

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