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Übernachtung mit meinen Zwergen im Kindergarten

Von Feierabend-Mitglied Montag 30.09.2019, 17:06

Müde und entsprechend leise kamen wir aus dem Spreewald zurück. Ich hatte die Eltern gebeten, uns nicht vom Bahnhof abzuholen, damit es einen fließenden Übergang zur Übernachtung im Kindergarten gab.
Zu meiner Freude hatten die Eltern aber alles vorbereitet, den Tisch gedeckt, Nudelsalat gemacht, die kleinen Matratzen im Schlafraum verteilt und Bettzeug, Schlafanzug und Kuscheltier bereit gelegt.
Der restliche Proviant wurde ausgepackt und das "Hasenbrot" auf einem extra Teller verteilt. Nachdem ich ihnen erzählt hatte, dass "Hasenbrot" das Lieblingsessen der Heinzelmännchen ist, war dieses Restbrot als erstes verputzt. Beim Abendbrot wurde noch viel erzählt von diesem spannenden Tag, aber ich sah die Müdigkeit in den kleinen Gesichtern und Micha und Thomas schliefen beim Essen ein. Jedes Kind bekam dann im Schlafraum einen Kinderstuhl, auf dem sie dann ihre Kleidungsstücke zusammenlegten, damit wir am nächsten Morgen alles wieder fanden.

Badewasser wurde eingelassen, vier Kinder in die Wanne, abgeduscht, Haare gewaschen und dann die nächsten vier, bis alle Kinder sauber, duftend und mit kleinen Augen in ihren Betten lagen. Ich begann damit, ein Kind zu massieren und bat die Kinder gut aufzupassen. Jedes Kind suchte sich ein anderes aus und dann massierten sie sich gegenseitig, oft mit kitzeln und kichern verbunden. Ohne meine Praktikantinnen hätte ich das nicht geschafft, mir lief der Schweiß runter. Die Zwerge waren dann so entspannt und wohlig, ich hörte sie fast schnurren. Kathrin sagte:"Das muss meine Mama jetzt jeden Abend mit mir machen, es ist so schön....." Es blieb nur noch Zeit für eine ganz kleine Geschichte, dann wurden die Traumkugeln verteilt, ich sang noch zwei Schlaflieder und innerhalb weniger Minuten lagen meine Kleinen im Schlaf.

Uff, jetzt waren wir Großen aber auch am Ende unserer Kräfte und genehmigten uns noch ein, zwei Gläser Wein und alberten nur noch rum, bis auch wir uns im Raum der Kinder leise ausstreckten. Die Augen zu, die Ohren auf, so nahm die Nacht dann ihren Lauf.
David erzählte im Schlaf unverstänliches Zeug, Lisa ging 3 mal aufs Klo und Fabian saß plötzlich in seinem Bett, weinte, und wollte nach Hause. In meinem Arm schlief er dann aber schnell wieder ein.
Am nächsten Morgen waren alle ganz aufgeregt und freuten sich auf ihre Eltern. Sie wollten im Schlafanzug frühstücken, Mama sollte sie später anziehen. Die Kinder deckten den Tisch mit Tischdecken und Kerzen, ein paar Blumen pflückten wir in unserem Hof, die Praktikantin kaufte Mengen an Brötchen, es war ein unbeschreiblicher Trubel. Alle Kinder erzählten gleichzeitig, einer immer lauter als die anderen. Das Massieren war ein wichtiges Thema, denn das hatten alle sehr genossen.
Nach ca 1.5 Stunden löste sich die Runde auf, die Praktikantinnen und ich räumten noch auf, dann war Stille und wir sanken zufrieden aber total erschöpft auf die Stühle und wollten nie wieder aufstehen. Auch für meine beiden tüchtigen Mädels war es ein beeindruckendes Erlebnis. Nun lag ein freies Wochenende vor uns.
Diesen Ausflug mit den vielen Eindrücken haben wir dann in der nächsten Woche durch Erzählen, Erinnern, Malen und Rollenspiele noch nachgearbeitet.

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