Smartie denkt sich etwas aus ...
Von
tastifix
Donnerstag 26.01.2023, 12:26 – geändert Freitag 08.08.2025, 07:38
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tastifix
Donnerstag 26.01.2023, 12:26 – geändert Freitag 08.08.2025, 07:38
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Am Abend stellte Smartie seinen inneren Wecker um, denn Frauchen wollte am nächsten Morgen besonders früh aus den Federn und ohne Vollwäsche vorher kam dies nicht infrage! Dummerweise kannte er sich mit Uhrzeiten nicht so gut aus. Vom stürmischen schlabbrigen Liebesbeweis aus dem Schlaf gerissen, fuhr sein Frauchen hoch, schielte auf die Uhr und stöhnte:
„Spinnst Du?“
Tja, aber wenn die süße Waschmaschine da neben ihr startete, war alles zu spät. Also wankte sie ins Bad und kleidete sich an. Um 5 Uhr! Erst um 9 Uhr würden ihre Freunde eintreffen.
Ein paar Stunden später:
Die Freunde hatten sich, gut gestärkt durchs Frühstück (Es gab vorwiegend Knabberzeug) auf die Weiterreise begeben, Frauchen wartete auf die nächsten Gäste und traf noch einige Vorbereitungen. Die Gelegenheit war günstig (Terraassentür stand offen) und Hund weg. Aber nicht zum Wald, durch den Frauchen stets so tolle lange Spaziergänge mit ihm unternahm. Dagegen flitzte er gen City und zum Hundefrisör, den er eigentlich hasste wie die Pest! Darum ausgesprochen verblüfft, fragte ihn die Frisörin:
„Smartie, Du hier? Wo bleibt denn Frauchen?“
„Komme heut alleine! Bitte 1x waschen, trimmen und bürsten!“
„Ach richtig! jetzt fällts mir wieder ein: Sie hat ja heute Geburtstag ...“
„Soo nennt man das also!`, dachte Smartie und bellte: „Und sie soll sich doll freuen!“
´Es geht doch nichts über Hundeliebe!`, dachte die Dame gerührt.
Hund ließ die dämliche Prozedur klaglos über sich ergehen, zeigte sich kein bisschen beleidigt, sondern guckte begeistert in den Spiegel.
´Frauchen sagt auch immer, wie schön ich bin!` - „Sie bezahlt beim nächsten Male!“, versprach er noch.
„Nein! Ist unser Geschenk an sie! Viel Spaß dann heute!“
Fröhlich düste Smartie nachhause. Frauchen deckte gerade den Tisch. Als sie ihn so schick frisiert vor sich sah, fielen ihr fast die Teller aus der Hand.
„Ja, aber … “
Smartie verriet nichts. Nein, für lange Erklärungen war keine Zeit. Dagegen lief er zum Besteckkasten - er würde helfen -, schnappte sich einen Löffel, trug ihn zum Tisch, sprang auf den nächst stehenden Stuhl und ließ den nun etwas feuchten Löffel aufs Tischtuch plumpsen. Sein Frauchen freute sich ungemein.
„Smartie!!“
Sie hatte ja recht: Irgendwas stimmte nicht. Vorsichtig stupste Hund den Löffel an, bis der endlich ordentlich neben dem Teller lag und erhoffte ein dickes Lob.
„Möönsch!!!“
Schwer gekränkt beobachtete er, dass Frauchen saurer Miene alles vom Tisch nahm und den langen breiten Lappen (Tischdecke) austauschte.
´Dann mach doch alles selber! - Ich schlaf jetzt!!`
Hund drehte sich im Korb zusammen und war sofort eingeschlummert. Kein Wunder, denn die Nacht war kurz gewesen.
Keine Ahnung, wie lange er so geträumt hatte ... Zum Glück aber nicht vom Waschen, Trimmen, Bürsten, sondern von seiner riesigen weiblichen Fangemeinde. War ja auch viel schöner.
Als Smartie aufwachte, hatten Frauchen und Gäste schon gefuttert und saßen jetzt in der gemütlichen Sofaecke im Wohnzimmer. Dem Geruch nach zu urteilen, hatte es Steaks gegeben. Von denen aber wohl zu viele, denn dort lagen immer noch welche.
´Armes Frauchen! Die haben ja noch nicht mal alles aufgegessen!`
Prompt quoll sein Hundeherz über vor Mitleid. Er entschied, ,sich zu opfern (Er hasste Steaks) und die Dinger Frauchen zuliebe runter zu würgen.
„ Sie wird ja so froh sein ... “
Wenn Smartie etwas geplant hatte, plante, ließ er meist sofort die Tat folgen. So auch jetzt! Angewidert verputzte die zwei großen Steaks. Ohne jene grässlichen Reste schaute der Tisch wieder toll aus. Leider aber hatte während dieser Aktion aus übergroßer Hilfsbereitschaft der Steaknapf (Fleischplatte) laut geklappert und besorgt eilte sein Frauchen herbei.
„Smartie, Du - und Steaks!? Und die haste freiwillig gefuttert?? Und nichts dabei verschmutzt???“
Vor Rührung vergaß sie ganz zu schimpfen, ihr Liebling erntete das lange ersehnte Lob und obendrein ein Küsschen.