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Paul auf der Jagd nach Nr.4 (Teil 6 Liebe 3,5)

Von billyblue Montag 17.06.2024, 16:32 – geändert Montag 17.06.2024, 16:34

Schweißgebadet wachte Paul auf. Er brauchte eine Weile um sich zurecht zu finden. Puh, das war eine Nacht. Schön wäre es gewesen, wenn ihn Monique so fertig gemacht hätte. Es war unerträglich schwül gewesen, keine Abkühlung zu verspüren. Wenn die Klimaforscher Recht haben, würde es ja insgesamt noch heißer werden. Wie sollen das unsere Kinder und Enkel eigentlich aushalten?
Monique und Paul waren jetzt schon 2 Monate zusammen, es waren noch keine Abnutzungserscheinungen in ihrer Beziehung zu merken. Sie liebten sich nach wie vor wie am ersten Tag. Paul war geneigt langsam dir drei ein halb auf eine vier anzuheben. Aber nur nichts übereilen.
Nach einer kühlen Dusche waren beide bereit den Tag zu beginnen. Paul ging zum Bäcker nebenan und holte Brötchen. Bei seiner Rückkehr roch er schon das Aroma frischen Kaffees. Schnell noch einige Rühreier mit etwas Speck in die Pfanne, fertig war das Frühstück. Fast wie im Hotel, wo der morgendliche Blick auf den Pool ging, Urlaub pur.
Wenn es sich schon so anfühlt, sollte man das auch in die Tat umsetzen.
„Moni hast du Lust heute mal zur Abkühlung schwimmen zu gehen?“
„Klar, wir haben ja sonst nichts vor. Ehe wir hier in der warmen Bude zerschmelzen, wäre doch so ein frisches, kühles Bad eine echte Alternative“
„Kannst du dich noch den kleinen See im Wald, nicht weit von hier erinnern? Da war es damals traumhaft“
Schnell wurde eine Tasche mit ein paar Badesachen gepackt, das Auto und nach ein paar hundert Metern blies die Aircondition angenehm kühle Luft ins Wageninnere. 5 Minuten Fahrt dann stoppten sie auf einer kleinen Waldlichtung. Der Weg war zwar nur für Land- und Forstwirtschaft frei, doch das war beiden vollkommen egal. Wer kontrolliert das schon in dieser einsamen Gegend. Der Motor wurde ausgemacht, der Schlüssel stecken gelassen (siehe die einsame Gegend) und raus in die durch die hohen Bäume kühlere Luft. Es war traumhaft. Gedämpftes Sonnenlicht drang durch die Wipfel und verzauberte alles in einem warmen Licht. Wenn jetzt noch Feen herum schweben würden, hätte das Paul nicht überrascht. Tinkerbell wo bist du? Der See lag im vollen Licht, seine Oberfläche glitzerte wie flüssiges Quecksilber, einzigartig. Schnell waren sie ausgezogen, die Badsachen schienen in dieser einsamen Gegend überflüssig zu sein. Hand in Hand liefen beide auf das funkelnde Nass zu. Das klare Wasser ließ den Blick bis auf den Grund zu. Unten waren langblätterige Algen, die sich hin und her wiegten. Zwischen ihnen tummelten sich Fische in unermüdlichen Eifer.
Moni und Paul hatten es zwar eilig, aber nach dem ersten Schritt ins kühle Nass wurden sie doch langsamer. Nach 30 Grad Außentemperatur war der Unterschied etwas krass. Schritt für Schritt ging es tiefer, immer auf den Untergrund achtend. Ausrutschen wollte keiner. Nachdem sie bis zum Bauch im Wasser standen, war der letzte Teil ein Klacks. Einfach in die Knie gehen und das Wasser stand ihnen im wahrsten Sinn bis zum Hals. Sie plantschten wie die kleinen Kinder, es war ein herrliches Gefühl. Dann schwammen sie weit hinaus. Paul tauchte bis zum Grund hinab. Sein Luftvolumen war immer noch beachtlich, wenn er auch nicht mehr an die fünf Minuten seiner Sturm und Drangzeit herankam. Er reichte aber aus, um von unten nach oben zu schauen und Moniques Silhouette über ihn zu genießen. Ihre Haut war überseht von lauter silbern glänzenden Luftbläschen. Langsam tauchte er hinter ihr auf und drückte sie fest an sich. Sie löste sich langsam und küsste ihn beim Drehen intensiv. Sie verspürten unsägliche Lust aufeinander. Da sich langsam eine Gänsehaut bildete, schwammen sie langsam wieder ans Ufer. Jetzt doppelt vorsichtig wieder raus aus dem Wasser und auf die Decke zum Abrubbeln. Sie waren voller Vorfreude. Doch was war das? Wo das Auto hätte stehen sollen war ein leerer Platz. Paul war sich unsicher, hatte er den Pkw wo anders geparkt? Nein, das konnte nicht sein. Hier gab es keine anderen Möglichkeiten. Hätten sie ihre Kleidung doch herausgenommen. Nun standen sie da. Nackt, frierend, keine Möglichkeit nach Hause zu fahren. Das Herz blieb ihnen fast stehen. Der Weg zurück war nicht sehr weit. Zu Fuß sogar noch kürzer als mit dem Auto. Das Problem war die Nacktheit. Am Strand wäre das vollkommen egal gewesen doch durch bewohnte Gebiete ohne Klamotten zu laufen, war doch etwas unangenehmer.
Eine Decke war zum Glück noch da. Paul verzichtete zu Gunsten von Monique, sie konnte damit wenigstens ihre größte Blöße bedecken. Für jemand, der barfußgehen nicht gewohnt war, schmerzte jeder noch zu kleine Stein zumal im Wald überall kleine Holzstückchen herumlagen. Die meisten wohl absichtlich unter ihren Fußsohlen. Nach einem Gang durch die Feldwege kamen die ersten Häuser in Sicht. Langsam rutschte Paul das Herz in die nicht vorhandene Hose. Monique war zwar ein wenig bedeckt, doch er kam in seiner verblichenen männlichen Schönheit pudelnackt daher. Zum ersten Mal machte ihm sein mehr oder weniger großes „Bäuchlein“ zu schaffen. Am Dorfeingang kam es ihm so vor, als ob heute besonders viele Leute auf der Straße waren, wie peinlich. Das zog sich bis zum Eigenheim fort. Paul tat so als ob er völlig bekleidet wäre. Grüßte einfach die lachenden Gesichter zurück. Endlich kam die Rettung zurück. Die rettende Tür war in Sicht.
Doch da traf in fast der Schlag. Vor dem Tor stand sein Auto. Da hatte doch ein Witzbold aus der Nachbarschaft die Gelegenheit mit dem steckenden Schlüssel genutzt und sich einen Spaß mit ihnen gemacht. Wahrscheinlich hatte er noch sämtliche Leute informiert: „Passt mal auf, gleich geschieht hier war größeres“ Deshalb waren so viele Menschen an der Straße.
„Wehe, wenn ich den erwische, der kann was erleben,“ waren Pauls letzte Gedankne bevor er die Tür zu seinem schützenden Heim hinter sich schloss.

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