Menage a trois (Dreiecksbeziehung)
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Feierabend-Mitglied
Dienstag 25.06.2024, 17:32 – geändert Dienstag 25.06.2024, 17:34
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Dienstag 25.06.2024, 17:32 – geändert Dienstag 25.06.2024, 17:34
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In einer Welt, in der Liebe und Technologie verschmelzen, gibt es wohl nichts Komplexeres und zugleich Komischeres als eine Dreiecksbeziehung in einer Fernbeziehung. Lassen Sie mich Ihnen die Geschichte von Rosi, Leo und Sophie erzählen.
Rosi und Leo waren seit zwei Jahren ein glückliches Paar, owohl sie 250 Kilometer voneinander entfernt lebten – sie in Nürnberg und er in Stuttgart. Videoanrufe, Liebesbriefe und gelegentliche Besuche hielten die Verbindung lebendig. Alles lief glatt, bis Leo bei einem Seminar in Berlin Sophie traf.
Sophie war klug, charmant und hatte ein Lachen, das selbst die stabilste Internetverbindung ins Wanken brachte. Max war hin und weg. Doch wie sollte er das Laura erklären? Als ehrlicher Mann beschloss er, Laura alles zu gestehen.
„Rosi, ich habe jemanden getroffen. Ich glaube, ich habe Gefühle für Sophie“, sagte Leo am Telefon.
Rosi die gerade dabei war, ihre Pflanzen zu gießen, erstarrte. „Du willst mir also sagen, dass du mich betrogen hast und nun eine Dreiecksbeziehung vorschlägst?“ fragte sie, während sie versuchte, nicht in hysterisches Gelächter auszubrechen.
In der Liebe gibt es Entscheidungen die man vorher nie für möglich gehalten hätte. Rosi stimmte also dieser „ménage à trois“ zu.
Bei einem Videogespräch zu Dritt glich das Szenario einer Mischung aus einer Konferenz und einer Seifenoper.
„Also, wie stellen wir uns das vor?“ fragte Rosi direkt.
Sophie, die überraschend pragmatisch war, schlug einen Zeitplan vor. „Vielleicht könnten wir feste Zeiten für unsere Anrufe und Besuche festlegen. So bekommt jeder von uns seine Zeit mit Leo.“ Leo nickte begeistert, als ob jemand das Rad neu erfunden hätte.
Rosi, die das Ganze inzwischen als ein absurdes Experiment betrachtete, stimmte zu. Ein Plan wurde erstellt und für eine Weile schien es tatsächlich zu funktionieren. Leo war beschäftigt, seine Wochen zwischen Nürnberg, Stuttgart und Berlin zu jonglieren. Sein Kalender war so voll, dass er kaum noch Zeit zum Atmen hatte.
Doch bald nahm das Chaos überhand. Leo verwechselte die Tage und rief Laura an, als er eigentlich mit Sophie sprechen sollte.
Nach einigen Monaten dieses irrwitzigen Arrangements erkannten alle drei, dass monogame Beziehungen doch einfacher sind. Leo zog nach Nürnberg zu Rosi, und Sophie fand ihre große Liebe in einem Kollegen in Berlin.
Rückblickend lachten sie über diese verrückte Zeit, in der sie versuchten, eine Dreiecksbeziehung in einer Fernbeziehung zu führen. Es war eine Lektion in Kommunikation, Logistik und vor allem Humor, denn manchmal ist das Leben einfach zu absurd, um es ernst zu nehmen.
pour 2024