Neu hier? Lies hier über unser Motto gemeinsam statt einsam.
Mitglied werden einloggen




Passwort vergessen?

0 1

Mein Freund Ambrosius kehrt zurück

Von tastifix 19.04.2026, 09:48 – geändert Montag 20.04.2026, 07:05

Völlig unerwartet und so schöön ...

Wie Ihr es vielleicht mal gelesen habt, haben Amselmann Ambrosius und ich einen besonderen Draht zueinander. Unser tägliches Treffen vor der Terrassentür oder auch im Garten genießen er und ich von ganzem Herzen. Ambrosius vielleicht noch ein wenig mehr, denn er sahnt jedesmal tüchtig ab. Noch lieber als Kuchenkrümel mag er gebröseltes Graubrot. Er stopft sich den Schnabel dermaßen voll, dass ich dann leider auf sein Dankeschön-Piep verzichten muss. Aber sein Blick verrät mir genug. Den Sicherheitsabstand von einem Meter hält er schon längst nicht mehr ein, sondern hüpft mir bis zu einem halben Meter Nähe entgegen und mustert mich minutenlang.

Bald darauf aber geschah etwas, was ich wohl nicht mehr vergessen werde, in den vielen vergangenden Jahren hier in Düsseldorf noch nie erlebt hatte. Wir saßen mit Freunden und Töchterschar auf der Terrasse und grillten. Zwei Meter von uns entfernt hockte Ambrosius im Gras und beobatete die lebhafte Runde. .
„Hallo, Ambrosius!"
Klar spendierte ich ihm ein paar Krümel. Ambrosius hüpfte ungeniert heran und schnappte sie sich. sich Offensichtlich schmeckte es hervorragend, denn danach machte er keine Anstalten, denn doch seines Weges zu fliegen. Stattdessen hüpfte er an den Stühlen vorbei auf die Tür zur Küche zu. Still saß er dann dort und guckte.
„Mama, sieh` mal, der Vogel ... !“, machte mich meine Älteste darauf aufmerksam.
„Ach ja, darf ich vorstellen? Das ist Ambrosius. Der besucht mich jeden Tag!"
„Wie süüß, Mama!"
Kurz darauf:
„Mama, der ist aber vorwitzig ... "
Mit einem Kofnicken deutete sie zur geöffneten Tür. Dort hockte kein Ambrosius mehr, war aber auch nicht for geflogen. .
`Er wird doch nicht ...?`
Wie auf Kommando folgten wir alle ihrem Blick. Ich stand auf, ging langsam, Schritt für Schritt, gen Küche und blieb wie angewurzelt stehen.

Auf den Küchenfliesen kauerte mein zu neugieriger Ambrosius, nun eindeutig schlimm geschockt. In seinen Augen las ich reine Panik. Kein Wunder, denn solche eigenartig glatte hohe Bäume, die längs der Wädne standen und zudem noch ohne Äste, auf die er sich sonat hätte setzen können, ohne Aste, hatte er noch nie gesehen.
Mich nur ganz ruhig bewegend, damit er sich nicht noch zusätzlich erschrecken sollte, trat ich näher. Wir sahen uns in die Augen, wohl mehrere Sekunden lang. Die Runde auf der Terrasse war verstummt. Alle hielten wie auch ich den Atem an.
´Im Moment ist Ambrosius nicht mehr allein für sich verantwortlich. Er ist in meinem Haus und ich habe jetzt, wenn möglich, es zu verhindern, dass er zu Schaden kommt!`
Noch immer eng an den Boden geduckt, rürhrte sich Ambrosius nicht von der Stelle.
´Eine einzige falsche zu schnelle Bewegung und er rast vielleicht gegen einen der Schränke ... `
Welche Folgen dies dann für ihn nach sich ziehen würde, wollte ich lieber nicht überdenken. Also blieb ich regungslos stehen, schaute ihn nur an und er mich. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass seine Angst allmählich nachließ.
´Bilde ich es mir nur ein oder ist es tatsächlich so, dass er Vertrauen zu mir hat und weiß, dass ich ihm nie etwas Böses antun würde?`
Plötzlich duckte er sich nicht mehr, setzte sic haufrecht hin und guckte auch wieder etwas feöhlicher. Dann breitete et tatsächlich die Flügel aus, zwitscherte hell und flatterte munter nach draußen davon. Mir kam es vor, als wäre es nur ein Traum gewesen.
´Den sehe ich heute nicht wieder` , sagte ich mir.

Eine halbe Stunde später aber kehrte Ambrosius zurück und hüpfte munter piepend durchs Gras, als ob nichts Aufregendes gewesen ware.

Du möchtest die Antworten lesen und mitdiskutieren? Tritt erst der Gruppe bei. Gruppe beitreten

Mitglieder > Mitgliedergruppen > Kreativ Schreiben > Forum > Mein Freund Ambrosius kehrt zurück