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Hörgerät

Von Feierabend-Mitglied 05.03.2023, 16:56

Seit 4 Jahren trage ich ein Hörgerät, aber mein Hörvermögen ist in dieser Zeit viel schlechter geworden. Der Akustiker hat ein neues Teil bestellt, mit dem ich die Welt wieder voll wahrnehmen kann. Ich trage es für eine Zeit zur Probe und nehme die Welt wieder sehr gut wahr. Kein Nachfragen mehr, keine Missverständnisse und eine Zunahme von Lebensqualität. Leider zahlt die Kasse erst nach 6 Jahren einen Zuschuss und dieses Gerät übersteigt meine finanziellen Möglichkeiten.

Zwei Widersprüche wurden freundlich abgelehnt, so griff ich zu meiner bewährten Methode und habe ihnen ein Gedicht zum Thema geschickt. Nach einigen Tagen hatte ich einen Anruf von der Krankenkasse. Eine freundliche Dame begrüßte mich freundlich, sie hatte gute Nachrichten. Man hatte sich zusammengesetzt, den obersten Chef dazu eingeladen, gemeinsam Kaffee getrunken, das Gedicht zur allgemeinen Erheiterung vorgelesen, der Fall wurde noch einmal erörtert und dann auf der Ermessensgrundlage neu entschieden. Man hat mir 60% des Betrages bewilligt. Ich bin so happy, meine Einstellung "Geht nicht, gibt's nicht, mit Humor geht alles besser" hat sich wieder mal bewährt. Die amtlichen Stellen bekommen selten solche Schreiben, das reißt sie aus der Routine raus und bringt etwas Persönliches in deren Alltag und stellt einen freundlichen Kontakt zum Antragsteller her.

Mit einer freundlichen Bitte bin ich nun in Eurer Mitte

Ihr Leute von der Krankenkasse, dass es Euch gibt, das ist schon Klasse.
Mein Hörgerät im 4. Jahr Jahr, das reicht nicht mehr, Ton nicht mehr klar.
Ich hab ein Neues ausprobiert, es ist so gut, bin fasziniert.
Die Welt ist wieder voller Leben, doch will man mir kein Zuschuss geben.

Der Preis für dieses Hörgerät bei kleiner Rente gar nicht geht.
Mein Ehrenamt macht es notwendig, dass ich verstehe ganz beständig,
damit ich helfen kann, wo Not, ich helfe gern, ich bin nicht tot.
Der Widerspruch wurd' abgelehnt, Notwendigkeit ganz klar erwähnt.

Da alle Schreiben nichts gebracht, hab' ich nun ein Gedicht gemacht.
Ich will mich nicht bei Euch beschweren, ich will nur einfach besser hören.
Vielleicht schließt das die Herzen auf, damit Sie helfen bei dem Kauf.
Ich trage das Gerät zur Probe, ich hör' so gut, darum ich lobe

die neue Kommunikation, das weiß nicht nur die Telekom.
Nun will ich's mit Humor versuchen, ich back' für Sie auch gern ein Kuchen.
Es ist eine Ermessensfrage, drum den Versuch ich heute wage.
Ich bin dabei ganz hoffnungsvoll, ein Ja von Ihnen wäre toll!

Vertrauen hilft auf jedem Weg, weil man dann mutig weitergeht.
Einen frohen Gruß, für Sie noch zum Schluss.

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