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HELLER NOVEMBER 6. Teil/Schluss Text+Bild:elbondo

Von egalis Mittwoch 04.11.2020, 21:49 – geändert Mittwoch 04.11.2020, 21:50

Eine Schiffssirene ließ Felizitas zusammenfahren. Sie saß nicht im gemütlichen Friesenkroog. Sie stand an der Reling der Fähre nach Glückstadt. Sie waren fast angekommen. Da hatte sie aber ziemlich die Zeit verträumt, stellte sie fest.
Der Schwimmwestenmann stand immer noch in ihrer Nähe, die Fähre war also nicht untergegangen.

‚Ja, ja, Henning, so war das damals mit uns’, dachte sie. Und jetzt bin ich auf dem Weg zu dir.
Sie hatte nie gedacht, dass sie einmal wegen eines Mannes in diese Gegend fahren würde. Und er war noch nicht einmal ihr Typ! Obwohl: einige der für sie so wichtigen Eigenschaften hatte sie schon an ihm entdeckt. Und: Sie verstanden sich gut.

Längst fuhr sie wieder auf der Straße. Es hatte zu regnen begonnen. Unangenehm, bei Dunkelheit und Regen zu fahren, dachte sie. – Noch 65 Kilometer. Sie rechnete aus, wann sie vor seiner Tür stehen würde: In höchstens anderthalb Stunden. Wenn sie wenig Verkehr vor sich hatte, wohl auch schneller. Jetzt lohnte es sich nicht mehr, die Autobahn zu nehmen.

Sie hatte seine Stadt erreicht. Die graue Stadt am Meer.
Entsann sich der zu fahrenden Querverbindung, meinte, auch diese erwischt zu haben und stellte doch eine Weile später fest, dass sie auf den falschen Abzweig geraten war. Es gab auf Kilometer hinaus keine Möglichkeit, von dieser Straße abzubiegen, so dass sie schließlich in einem vollkommen fremden Ortsteil landete. Auf einem Parkplatz vor einem Wohnblock hielt sie an, nahm den Stadtplan zur Hand und suchte den richtigen Weg. Ärgerte sich zunächst, wie weit sie vom Ziel abgewichen war und fuhr weiter.

Zu ihrem Erstaunen fand sie nun nach relativ kurzer Zeit die entsprechende Straße und stand bald vor seiner Haustür. Fast zwei Stunden später als geplant und längst nicht mehr „am frühen Abend“.

Auf ihr Klingeln öffnete Henning die Tür. In seinem Gesicht stand noch die Sorge um ihr Ausbleiben, wurde aber durch die Freude des Wiedersehens fortgewischt. Ihr Gesicht mit seinen beiden Händen umschließend, küsste er sie auf den Mund.
„Schön, dass du endlich da bist. Komm, das Essen ist fertig."

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So. Das war mein HELLER NOVEMBER.
Dankeschön für Euer Interesse und Lesen.

Ob das teilweise eine Biografie sei, wurde gemutmaßt.
Eher nein. Andererseits ist es beim Schreiben einer Geschichte (auch bei Gedichten) so, dass Begebenheiten, Anlässe, erzählte Erlebnisse/Berichte im Gedächtnis irgendwas hinterlassen. Und dann ist da ja auch noch die reiche Phantasie und Vorstellungskraft!
So kann es durchaus sein, dass diese "Bilder" verarbeitet werden, in den Text einfließen und das Ganze bunt machen.

Also noch einmal: Dankeschön!

egalis im November 2020

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