Geil!
Von
CeeBee
Freitag 28.08.2020, 16:39
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CeeBee
Freitag 28.08.2020, 16:39
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Hhm ... ja, so müsste es gehen ...
Ich bin etwa eins achtzig groß. Mit nach oben ausgestreckten Armen sagen wir mal zwei fünfzig. Da ist ein kleiner Puffer bereits mit eingerechnet.
Ein Backblech ist vielleicht siebenundvierzig, aufgerundet fünfzig Zentimeter breit und wenn man es um neunzig Grad dreht, eben einen halben Meter lang.
Jetzt schnell noch ein Dreisatz: zweihundertfünfzig Zentimeter geteilt durch einen halben Meter macht genau fünf Bleche.
Fünf Backbleche zu je fünfhundert Gramm Mehl, zwei Kilo Zwetschgen, ein bisschen Milch und Zucker, Salz und Hefe macht summa summarum: zehn Kilogramm Zwetschgen, zweieinhalb Kilo Mehl, bestimmt zwei Liter Milch, eine ganze Menge Zucker und ein bisschen Kleinkram, wie Hefe, Zimt und so.
Nun noch das Sahnehäubchen. Pro Blech müssen es mindestens drei Becher Sahne sein, macht fünfzehn Becher insgesamt. Bei einem Minimum von drei Schichten geschlagener Sahne übereinander ergeben das fünfundvierzig Becher in toto.
Wow!
Nun zur Ausführung. Am besten wird es sein, dass ich es im Badezimmer mache, wegen der Kacheln und der zu erwartenden Spritzer und Flatschen an der Wand. Bademantel, Handtücher, Tuben und Tiegel, alles muss raus. Und später dann, einfach mit dem Brauseschlauch durch.
Ich werde die Pflaumenkuchen eng hintereinander auf eine Gummimatte legen oder besser noch auf so ein gerades, aufblasbares, gebremstes Gästebett, damit ich mit dem Kopf nicht gegen die Wand knalle und das Ganze ein wenig Stabilität bekommt und irgendwie alles mehr oder weniger am Platz bleibt.
Also fünf Zwetschgenblechkuchen hintereinander gereiht, am besten ich nehme noch einen sechsten hinzu, und das Ganze mit drei Lagen geschlagener Vanillesahne vollendet.
Die geöffnete Badezimmertür erlaubt einen kurzen Anlauf. Ich werde mich mit einem Hechtsprung, bäuchlings, wie bei einem Bauchklatscher, also mit dem Gesicht nach unten und mit weit aufgerissenem Mund, die Arme ganz nach vorne gestreckt auf die präparierte, zweieinhalb Meter lange, vielleicht noch ofenwarme Pflaumenkuchenstraße werfen!
Natürlich splitternackich!
Und was dann kommt, kann man mit Worten eigentlich gar nicht beschreiben. Es ist ein Riesenplatscher für die Sinne. Ich, vollständig abgetaucht in Pflaumenkuchen. Mit klebrig weichem Zwetschgenmatsch in den Ohren und in der Nase Schlagsahne, die ich wie Vanilleschnodder genüsslich hochziehen kann. Die Haare zuckerig gesteift, mein Körper von oben bis unten völlig in Weiß, wie mit Rasierschaum eingeseift, zwischen drin nicht etwa Spuren von Blut mit dem Rasiermesser gesetzt, nein, das ist fruchtig süßer, dunkelroter Pflaumensaft. Und wenn mein Gesicht sich nach dem Aufprall in den weichen Hefeboden gräbt, reiße ich mir mit den Zähnen, gleich einer vor Hunger wie wahnsinnig um sich beißenden Hyäne, Handteller große Kuchenstücke heraus, die ich unzerkaut im Pflaumenrausch hinunterschlinge. Und den Rest pflastere ich mir mit beiden Händen überall auf die Haut, rolle mich ein paar mal hin und her, um mich selbst zum guten Schluss zu einem Kuchen aus Hefeteigboden, Zwetschgen und Sahne zu machen.
Und in dem Zustand verharre ich anschließend noch geraume Zeit in tiefster, besinnlicher Ruhe ... das ist der pure Wahnsinn!
Ich liebe eben Pflaumenkuchen, was soll ich machen? Einfach nur ...
... geil!