Ein Freitagsgericht:
Von
Feierabend-Mitglied
Samstag 02.06.2018, 08:35 – geändert Dienstag 13.07.2021, 09:10
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Samstag 02.06.2018, 08:35 – geändert Dienstag 13.07.2021, 09:10
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Jetzt ist die Zeit der frischen Fische. Überall gibt es sie nun zu kaufen. Und ich freue mich darauf sie in meiner Küche zuzubereiten und hinterher genüsslich zu verspeisen.
Aber was denkt sich so ein Fisch, wie stellt er sich sein Leben vor oder was erwartet er von ihm, und wenn er bei mir auf dem Küchentisch gelandet ist???
Nun war einmal ein nicht mehr junger...
Es war einmal...
Es war einmal ein fetter alter Hering,
der wünschte sich nichts so sehr,
wie einmal noch zu schwimmen,
in einem großen sauren Sahnemeer.
Fünf Gurken in einem Einmachglas
standen - zu eng und zu sauer:
„Das ist nichts für uns auf Dauer,
wir verschwinden aus dieser Farce! “
Drei Zwiebeln im Beet - frühreif,
schälten sich aus der ersten Schale,
tanzten auf - in Ringen gleich,
qualifizierten sich - für ihr Finale.
Im weißen Meer sah ein Apfel - gelb -
Gurken und Zwiebel ertrinken.
Gewürfelt rief er noch „ Can I help?“,
begann selbst darin zu versinken.
Fünf Wacholderbeeren hatten es satt,
drückten sich an ein Lorbeerblatt.
Zehn Pfefferkörner vor Neid erblassen,
sich auch auf das Blatt niederlassen.
Da war der Schwerpunkt überschritten,
alle miteinander - in die Tiefe glitten.
Und was der Hering nicht bedachte,
eingelegt - in mundgerechte Stücke,
er sein Ende, in saurer Sahne verbrachte.
©Monika Koch