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Freitag, den 13ten

Von Fiddigeigei Freitag 13.12.2019, 17:03

Was ein Tag!

Gestern am Donnerstag war um 6 Uhr Vollmond. Er hing wie eine reife drohend und bereit herunter zu fallende riesige Orange über unserem Haus.
Dieser Mond kündigte einen Schwarzen Tag nämlich den heutigen Freitag, den 13ten an.
Das ging bereits so weit , dass ich heute Morgen statt um 6 Uhr 30, bereits um 5 Uhr 30 aufwachte.
Zur Hölle fluchte ich , als ich mir im Dunkeln den großen Zeh an den Bettpfosten stieß.
Dann wollte das Feuer im Stubenofen ums Verrecken nicht brennen und vor dem Fenster tobte eine ungeduldige, gierige Spatzenschar, weil ich nicht mit dem Futter heraus kam.
Dann zu allem Unglück hinzu, ist heute der Welttag der Violine.
Das hat mich an meine allergrößte Niederlage in meinem Leben erinnerte.

Meine Familie aus lauter weiblichen Wesen bestehend, vertraten die Ansicht, dieser Knabe mit 10 Jahren müsste ein Wunderkind sein und ein neuer geigender Mozart oder Paganini werden. Die 5 Damen, bestehend aus 4 Schwestern Plus Frau Mama, sahen sich schon, in teuren Abendkleider eingehüllt mit Operngläser ausgerüstet, mich auf meinen weltweiten Konzertreisen begleitent. Die Geige wurde deshalb gewählt, weil sie sich in einem Fundus befand, der aus einem Erbe stammte, sonst hätte ich auf einer abgelegten Familien- Hohner -Mundharmonika, die alle 4 Münder meiner Schwestern bereits kennen gelernt hatte, lernen müssen.
Nach 5 Stunden bei einem örtlichen Geigenlehrer, der mir kostenlosen Unterricht geben wollte, weil er hinterlistig sich meiner ältesten Schwester so nähern konnte, kam in eine Psychiatrie, obwohl ich den Geigenbogen mit jede Menge Kolophonium einrieb drangen aber nur krächzende Laute aus dem Schallkörper.
Meine 5 Damen bekamen nacheinander einen Tinnitus und gewaltiges Ohrensausen.
Ein Schlaf konnten sie nicht mehr denken, da ich von Fiedelleidenschaft gepackt auch nächtens zusammen mit den Nachbarkatzen eine Kleine Nachtmusik einspielte.
Eines morgens war die Geige plötzlich verschwunden und es wurde durch einen eiligst einberufenen Familienrat mitgeteilt, dass die Geige sich davon gemacht habe und sich dort befände wo der Himmel voller Geigen hinge.
An mir konnte das Verschwinden nicht gelegen haben, denn ich kratzte bereits mit Unterbrechungen die Tonleiter rauf und runter.

Meine große Schwester war mir wochenlang böse, weil sie den „Geigenlehrer“ nun in der Psychiatrie, etwa 10 Km von unserem Städtchen gelegen, besuchen musste.
Übrigens heiratete sie einen Fotografen.

Die Katzen waren sauer, weil sie nun ohne Instrument alleine nachts musizieren mussten.

Ich selber lehnte es ab auf der abgelutschten Familien Hohner blasen zu lernen und habe mich seit dem keinem Instrument mehr genähert.

Und der Himmel hängt voller Geigen,
wenn der Flieder blüht in den Zweigen
und ein blonder Schatz liegt an deinem Platz,
hängt so mollig warm dir am Arm...
Und der Himmel hängt voller Geigen,
wenn der Flieder blüht in den Zweigen
und ein blonder Schatz, eine Schmeichelkatz',
tanzt im Walzerschritt selig mit.

Adieu, adieu...

sagt der Carlos

Heute morgen am Freitag, den 13ten hatte ich einen Blutdruck von 199 zu verkraften, nachdem ich aus England hörte, dass die Engländer dem Boris Johnson, der Englische Donald Trump ihre Stimme gegeben haben.
Die Dummheit scheint sich weltweit brandschnell zu verbreiten.

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