Erntedank
Von
tastifix
Montag 11.10.2021, 16:36 – geändert Samstag 28.09.2024, 08:23
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tastifix
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Das Getreide auf den weiten Feldern streckt sich dem vom Abendrot flammend gefärbten Himmel entgegen. Die Ähren umhüllt ein zartrosa Schein. Eine leichte Brise streichelt sie und das sich in ihr wiegende Getreide verneigt sich vor ihr.
Der Sommer geht sich dem Ende zu. Bald werden die Felder kahl liegen. Doch zuvor ist Erntezeit. Die Bauern werden von früh bis spät auf den Äckern sein und hasten, das Getreide noch rechtzeitig vor Beginn des ungemütlichen Herbstes einfahren und so die wertvolle Ernte vor Schäden durch zu große Kälte bewahren.
Dagegen ist für mich, dem Stadtmenschen, in die Weite schauend, des späten Nachmittags, während die Dämmerung sich allmählich auf Stadt und Natur senkt, die Hektik des Alltags vergessen. Ich schaue über die Felder, blicke zum Himmel und beobachte fasziniert einen Falken, der dort oben seine Kreise zieht und derweil immer wieder rüttelnd nach Beute Ausschau hält. Sein Ruf weckt Wehmut in mir. Ach, wäre es schön, so frei zu sein wie er. Aber das Wissen darum, dass es nur eine augenscheinliche Freheit bedeuten würde, lässt mich nachsinnen ...
Über Mutter Erde, die alles auf wunderbare Weise wachsen lässt. Wie wunderbar ist es doch, dass aus winzigen Samenkörnen eine solche Pracht afu den Feldern gedeiht. Ja, mein Heimatland ist reich an herrlichen Feldern und dementsprechend guten Ernten. Hier gibt es Lebensmittel in solchem Überfluss, dass sie leider oftmals missachtet und gewissenlos weggeworfen werden. Die Meisten kennen keinen Mangel. Sie leiden nicht unter Hungersnöten, denen in anderen Teilen der Welt Millionen Menschen zum Opfer fallen.
Noch immer stehe ich wie gebannt auf der kleinen Anhöhe. Nach wie vor genieße ich den Blick auf die Felder. es. Es sind die selben Felder, die selben Wiesen. Doch deren Eindruck auf mich hat sich intensiviert. Mich bewegt außer der Freude über diese mannigfaltige natürlichen Schönheit Dankbarkeit dafür, dass die Menschen mit ihrem Wissen und Fleiß dermaßen gut zusammenarbeiten und dadurch dies alles ermöglichen.
Das kräftige Getreide verspricht wieder eine üppige Ernte. Auch in diesem Jahre werde ich keinen Hunger leiden.
„Dank an Euch, die ihr die Felder bestellt!", murmele ich. „Und auch Dank an Dich, Mutter Erde!"