Entstehung und Weiterentwicklung des Lebens
Von
tastifix
02.06.2019, 15:48
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tastifix
02.06.2019, 15:48
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Eine grundlegende Entwicklung ...
In einem der Sonnensysteme band der der Sonne am drittnächsten stehende Planet Wasserstoff- und Sauerstoffmoleküle an sich. Ständig mehr Wassermoleküle verketteten sich. Es entstand Wasser. Wegen der Hitze auf der Erde schmolzen die Eisbomben aus der Ursuppe. Das Wasser kondensierte zu Dampf, der als erster Regen zu Boden fiel. Es bildeten sich Seen und vereinigten sich zu Urmeeren. Die bei den Ausbrüchen unterirdischer Vulkane an die Oberfläche geschleuderten Gesteinsmassen veränderten die Kraterlandschaften ständig. Es gab nur Wasser und toten Fels.
Geichzeitig verbanden sich noch frei wirbelnde Sauerstoffteilchen mit Stickstoffatomen. Es entstand Luft. Es bildete sich ein 8000 km hoher Luftmantel um die Erde.
Nichts schien sich zu ändern ...
Doch! Das Wasser wurde zum Lebensspender. Mit Hilfe feinster Wimpernhärchen bewegten sich Billionen Einzeller, fraßen und wurden gefressen. Später entwickelten sich dort primitive Weichtiere, dann fischähnliche Wirbeltiere.
In den Berglandschaften sowie in den weiten Tälern mit zartem Pflanzengrün und niedrigem Buschwerk lebten zunächst einfache Kriechtiere. In der Luft schwirrten Urinsekten.
Der Artenreichtum nahm ständig zu. Tiere und Pflanzen schossen ins Riesenhafte. In Trias, Jura und Kreide beherrschten 140 Millionen Jahre lang Dinosaurier die Erde. Vor etwa 65 Millionen Jahren vernichtete sie eine Naturkatastrophe. Übrig blieben nur Tausende versteinerter Skelette ...
Doch es bildete sich neues Leben ...
Im Wasser tummelten sich zahlreiche Fischarten. An Land krabbelten Kriechtiere unterschiedlicher Größe und Gestalt. Ständig höher entwickelte Säugetiere wie Urhunde, Urpferde, riesige Mammuts wie auch Raubtiere wie Säbelzahntiger zogen ihrer Wege. Hoch am Himmel kreisten Urvögel.
Oben in den Bäumen hangelten sich Affen mit Hilfe von Greifschwänzen von Ast zu Ast. Sie jagten in Gruppen und passten ihre Taktik der jeweiligen Situation an. Wie andere Tiere bewegten sie sich auf allen Vieren, nutzten aber die Arme zusätzlich als Greifwerkzeuge und hielten sich öfters am Boden auf. Außer Fleisch fraßen sie Laub und Früchte des Waldes. Die harten Schalen klopften sie mit Steinen auf. Das Nutzen von Werkzeug ist Zeichen für einen hoch ausgebildeten Instinkt!
Vor 600 000 bis 500 000 Jahren ...
Bei einem Teil dieser Wesen streckte sich der Körper, sie liefen immer öfter auf den Hinterbeinen. Die äffischen Gesichtszüge verschwanden. Es formten sich eine höhere Stirnpartie und ein stärkeres Kinn. In der vergrößerten Stirnhöhle wuchs die Hirnmasse stark an, was eine Intelligenz förderte, die weit über Instinkt hinaus ging.
Ganze Familienverbände wanderten durch die Wälder und Steppen. Als Unterschlupf und Schutz vor wilden Tieren nutzten sie Höhlen. Sie jagten in Rudeln. Dabei setzten sie außer ihres starken Gebisses Speere ein, keine naturbelassenen Stöcke, sondern an der Spitze geschärfte Waffen. Waffen herzustellen erfordert einsichtiges Handeln. Es waren also keine Affen, sondern die ersten Menschen!
Die Urmenschen vor 100 000 Jahren ...
Ihr Äußeres hatte sich sehr verändert. Die für Affen typische Ganzkörperbehaarung fehlte weitgehend. Sie folgten als Nomaden den Beutetieren. Aus deren Fellen nähten sie sich mit Knochennadeln Kleidung zum Schutz vor der eisigen Kälte. Während der Jagden folgten in geringem Abstand Wölfe, holten sich zurückbleibende Beuteteile und verloren allmählich ihre Scheu. Wolfswelpen wurden zu Hausgenossen und Spielkameraden der Menschenkinder.
Durchlebte Erfahrungen erbrachten zunehmend klügeres Verhalten. Die wachsende Intelligenz ließ bereits abstrakte Aktivitäten zu. In Höhlenmalereien stellten die Menschen Beute und/oder ganze Jagdszenen dar. Vielleicht dienten sie der Beschwörung des erwünschten Wildes. Auch teilten sie Gedanken und Gefühle mit, denn unsere Urahnen verständigten sich hauptsächlich durch Mimik und Gestik. Ihre Zeichnungen dienten also als Hilfssprache.
Vor ca. 20 000 - 5 000 Jahren (Jungsteinzeit): ...
Die Menschen wurden sesshaft und wohnten in Steinhäusern. Das Leben in der größeren Gemeinschaft bot besseren Schutz gegen Übergriffe anderer Stämme sowie vermehrte Sicherheit vor wilden Tieren. Sie waren Bauern und pflanzten Obst und Gemüse an. Die sich rasch verfeinernde Kultur zog neue Verhaltensweisen nach sich. Unsere Überlegenheit nahm zu. Wir machten uns die Tier- und Pflanzenwelt zu unserem Vorteil untertan. Der Mensch, die Krönung der Schöpfung!
Die Krönung der Schöpfung? ...
Ziel war es, über das Lebensnotwendige hinaus einen möglichst hohen Lebensstandard zu erreichen. Entweder durch Tüchtigkeit oder mit Gewalt. Die Kriege wurden immer brutaler. Die Opfer waren nicht allein Soldaten, sondern völlig unbeteiligte Zivilisten.
Im Altertum und im Mittelalter versklavten die Kultur- die primitiveren Naturvölker und plünderten die eroberten Länder. Könige und Kaiser häuften Reichtümer an, derweil die Bevölkerung darbte.Tausende Unschuldiger gerieten in Gefangenschaft. Menschenunwürdige Zustände in Lagern führten zu erbärmlichem Dahinsiechen und Tod. Die Gier nach Ansehen dominierte. Richterliche Gerechtigkeit wurde nur Reichen zuteil. Bestechung mit Schmuck und Geld waren an der Tagesordnung. Intrigen blühten gleichermaßen in der weltlichen wie auch in der geistlichen Gesellschaft.
Und in der Neuzeit? ...
Solange wir existieren, wird sich daran nichts ändern. Doch können wir entweder das Gute siegen lassen oder uns dem Bösen zu verschreiben. Das Negative erscheint oft günstiger zu sein. Ethische Grenzen werden in unverantwortlicher Weise gelockert.
Besonders krass konfrontierte uns die jüngste Vergangenheit mit Fanatismus und Sadismus. Als Fanatiker steht der Homo sapiens sapiens niedriger als das gefährlichste Tier. Diktatoren setzten alle Mittel gegen Mitmenschen ein und schürrten Hass, der bestialische Massenmorde nach sich zog. Die Akteure empfanden keine Reue.
Gegenwärtig treiben wir die Forschung unaufhaltsam voran. Die Wissenschaft dringt in unbekannte Sphären vor und missachtet bedenklich Grenzen. Grundwerte wie ´Menschenwürde` verlieren ihre Tabustellung. Wird unsere Welt eine Welt der totalen Manipulation? Haben wir denn das Recht, gar Naturgesetze beeinflussen zu wollen?
Die Krönung der Schöpfung!! ...
Trotz aller negativen Anlagen bleibt unsere Spezies etwas Einzigartiges. Die geistigen Fähigkeiten machten uns zu Menschen. Das Gehirn ist der Sitz des Geistes. Das Phänomen ´Geist` weiß die Wissenschaft noch immer nicht zu erklären. ´Intelligenz` bleibt etwas fast mystisch Unfaßbares. Sie erlaubt es uns, den ganzen Planeten zu erforschen und die Neugierde treibt uns, fremde Kulturen kennenzulernen, wobei die eigene als Maßstab gilt.
Die Sehnsucht wuchs, Schönes zu erschaffen. Die ehemals nur zweckgebundene Malerei sowie andere künstlerische Aktivitäten verselbständigten sich. Es bot Informationen über die Umwelt und die Lebensweise. Schon die Urmenschen formten aus Steinen figürliche Darstellungen von Mensch und Tier. Heute stehen wir fasziniert davor. Sie waren sie widerstandsfähig, dass sie sämtliche Epochen überdauerten.
Naturgesetze ...
Sie bestimmen den Kreislauf des Lebens. Lassen wir zerstörerische Einflüsse auf die Umwelt zu, vernichten wir unsere Lebensgrundlage. Mit dem Einsatz chemischer Waffen fügen wir unserer Gesundheit Schäden zu, neue Krankheiten treten auf. Spezifische Medikamente werden sie vielleicht bekämpfen können, jedoch birgt jede Arznei die Gefahr die Lebensqualität herabsetzender Nebenwirkungen. Roden wir die Wälder ab, fehlt uns die Luft zum Atmen.
Beugen wir uns dagegen dem Grundgesetz des Lebens, wird unsere Art weitus länger existieren und die zukünftige Forschung Gutes für die Menschheit bringen. Im Gegensatz zu den Tieren können wir Emotionen beherrschen und in richtige Bahnen leiten. Das macht uns Menschen aus. So sind wir wirklich die Herren der Welt!!