Eine Schnecke erfindet etwas
Von
tastifix
Donnerstag 27.06.2024, 09:58 – geändert Donnerstag 11.07.2024, 05:26
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tastifix
Donnerstag 27.06.2024, 09:58 – geändert Donnerstag 11.07.2024, 05:26
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Schnecken haben mit der modernen Genderei kein Porblem. Sie können sich nämlich sowohl als Mädchen oder auch als Junge vorstellen. In dieser Geschichte bevorzugten sie die weibliche Rolle.
Die Schneckenmädchen Schleimi und Fühli waren schoin ihr ganzes Leben lang eng befreundet. Meist herrschte zwischen ihnen Frieden, Freude. Eierkuchen, aber ab und zu gingen sie sich auch auf den Wecker ...
Wieder mal brachen sie im Hochsommer zu der weiten Reise zu einem für sie vhöchst attraktiven Gemüsebeet auf. Die Route würde sie über eine breite Straße, danach entlang des Feldes und dann noch eine längere Strecke über einen holperigen Weg führen.
"Ist ja lieb von den Menschen, so fürsorglich zu uns zu sein!". meinte Schleimi beim Gedanken ans begehrte Gemüse.
"Hääh??", machte Fühli erschrocken. "Du spinnst! Den Salat wollen die selber fressen!"
"Meinste wirklich ...?"
Fühli begann sich Sorgen zu machen.
´Solch Blödsinn redet Schleimi doch sonst nie!`
Sie erreichten die Straße. Mühsam schleimten sie sich übers heiße Pflaster auf die andere Seite zu. Zum Glück blieb ihr Schleim knapp unter Kochtemperatur und sie gelangten nach beinahe einer halben Stunde fast unbeschadet an den Rand des Feldes.
"Puuh, bin ich groggy! Brandblasen hab ich zwar nicht, aber mein Haus ist so häßlich hellbraun geworden!", beschwerte sich Fühli.
Sie war nämlich eitel und immer so stolz auf ihr blendendweißes Haus gewesen. Prüfend schielte sie auf Schleimis Haus, welches genauso dunkel eingefärbt war.
"Ändert sich das vielleicht wieder, wenn die Sonne weg ist? - Sonst werden die Adneren uns auslachen!"
Beide seufzten.
Eine ganze Weile später:
Endlich lag das Feld hinter ihnen, sie näherten sich einem Garten und kamen an einem hohen Blumenkübel vorüber. An dem klelterte gerade eine fiese Weinbergschnecke hoch. Bestimmt wollte sie unter einem der Pflanzenblätter Schatten finden. Auch Schleimi und Fühli waren froh, als sie dann endlich im Gemüsebeet waren. Erst labten sie sich an zarten Salatblättern, danach verzogen sie sich aufatmend unter ein größeres Blatt. Unter dem wars angenehm kühl.
"Tut das gut! War ja fast nicht mehr auszuhalten!", stöhnten sie noch.
Dann schwiegen sie eine Weile und prompt schlief Schleimi ein. Fühli dagegen grübelte über etwas nach, für Schnecken eine wirklich erstaunliche Leistung.
´Ja, so müsste es klappen ...`
je länger sie überlegte, umso zappeliger wurde sie. Aufgeregt weckte sie Schleimi:
"Lass mich schlafen!", protestierte die.
"Nein, ist wichtig!"
"Wieso? Droht Gefahr?"
Ängstlich schielte sie nach allen Seiten. Es regte sich aber nichts.
"Was ist denn?"
"Schleimi, ich weiß was ..."
"Frauen wissen immer was", dachte die.
Ihre Freundin war ja auch eine.
"Und was??", fragte sie neugierig.
Frauen sind eben neugierig und Schleimi also auch.
Stolz verriet ihr Fühli alles. Scvhleimi verdrehte nur die Augen zur Blattdecke. Aber dann ...:
´Eine verrückte Idee!` - "Wie willste denn das anstellen? Geht garantiert nicht!"
"Warte ab!" -´Der werd ichs beweisen!`
Fühli verließ den schützenden Schatten. Auf dem Weg sammelte sie winzige Reisigstöcke und trug sie nach und nach bis vor die Blatthöhle. Danach trennte sie von einem nahen Salatkopf ein schönes großes Blatt ab und legte es neben den Reisigstapel.
"Und nun?"
"Jetzt wird geklebt. Mit etwas von meinem Schleim!"
Schleimi ermahnte:
"Aber nur ganz wenig. Sonst kanste gar nicht wegkriechen, falls etwa ..."
Fühli strich sich also etwas Schleimm auf die Fühler, stupste ihn auf das eine Ende des längeren Stockes, klebte ihn vorsichtig an der Unterseite des Salatblattes fest und danach die kürzeren Stöcke weit oben ringsum an den größeren. Jetzt musste das Ganze trocknen ...
Wenig später jubelte Fühli laut:
"Es hält! Ein Sonnenschirm für Schnecken!!"
Schleimi guckte bewundernd.
"Ist ja toll! Den wollen bestimmt alle haben! - .Aber, sollen wir den dann im Maul herum tragen? Der kippt doch zur Seite und ist sofort kaputt!"
Aber Fühli wusste auch dafür die Lösung. Aus Grashalmen bastetelte sie ein winziges Zaumzeug.
"Schleimi, jetzt klemm mir den Schirm zwischen die Fühler!"
Das Zaumzeug hielt. Fühli trug das tolle Sonnendach zur Probe ein paar Zentimeter spazieren.
"Funktioniert prima!"
Jetzt war auch Schleimi begeistert.
Fühli wandte sich ans Schneckenpatentamt für ungewöhnliche Erfindungen und ließ sich den Sonnenschirm patentieren. Es wurde ein großer Erfolg. Alle Schnecken der umliegenden Felder bestellten sich einen solchen Schirm. Bezahlt wurde mit winzigen Salatpflanzen, die Fühli ühli dann in die Erde setzte. Nasch wenigen Wochen war es ein Riesenbeet geworden. Den schönsten der Salatkopfsonnenschirme jedoch behielten Fühli und Schleini stolz für sich und verbrachten viele Sonnenstunden in seinem erholsamen Schatten.