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Eine äußerst eigenartige Verbindung

Von tastifix 17.11.2019, 11:55

Es ist tatsächlich des Überdenkens würdig, was ich damals in der Zeitung las.
´Japaner heiratet Nintendo-Figur!`
„Wie bekloppt will die Menschheit eigentlich noch werden?“, prustete ich los und grübelte:

´1.Wo findet wohl die Hochzeitsfeier statt? Sich zueinander zu beamen, ist bei dem heutigen Stand der Technik leider noch ausgeschlossen. Also wird er das Ja-Wort mit einem sehr eindrücklichen Tastendruck geben.
2. Die Hochzeitsnacht wird sich notgedrungen auf einen nächtelangen, virtuellen heftigen Flirt beschränken.
3. Und der Kinderwunsch? Es bleibt nur zu hoffen, dass die Beiden sich in diesem Punkte einig sind und die Zweierbeziehung ohne Nachwuchs der mit einer lebhaften Rasselbande vorziehen. Denn selbst die Möglichkeit einer künstlichen Befruchtung halte ich für unmöglich.
Zudem: Gesetzt den Fall, dass diese Methode angewendet werden könnte ... Wie würden die Nachkommen aussehen, welche Veranlagungen würden sie in sich tragen? Wären diese Kreuzungen zwischen Mensch und Spielwesen gar die Stammeltern einer neuen Art?
Fragen über Fragen.

Ein paar Minuten später jedoch machte ich mir ernsthafte Sorgen um dessen Psyche, denn sein Verhalten demonstrierte einen schockierenden Bruch mit der Realität. Durch seine Nintendo-Spielsucht hatte er sämtliche Kontakte zu Mitmenschen sowie die Sicht für das wirkliche Leben verloren, war völlig vereinsamt und hatte sich in diese trügerische Scheinwelt geflüchtet.

Oder waren all meine Grübeleien etwa völlig unnötig, dieser Zeitungsartikel eben doch nur eine Zeitungsente?

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