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Das Obstfliegenkind

Von tastifix Freitag 12.02.2021, 13:06 – geändert 27.07.2025, 07:40

Auf eienr hohen Kommode stand eine Schale mit Äpfeln. Den schönsten der Äpfel hatte sich Familie Obstfliege als Heim ausgeguckt und sich in ihm eine wunderbar gemütliche Wohnhöhle eingerichtet, denn von dort oben bot sich ei ntoller Überblick über den ganzen Raum und sie erkaannten sofort, ob Gefahr drohte und verschwanden blitzschnell in ihrer Apfelwohnung.

Mama und Papa Fliege hatten ein süßes Töchterlein. Surri war erst wenige Minuten alt und hatte noch nie den Apfel verlassen. Doch wurde sie immer neugieriger auf die Welt und krabbelte näher und näher ans Ausflugsloch heran. Weil die Eltern die Kleine aber schon gemahnt hatten, dass ein Fliegenleben nicht nur lustig, sondern manchmal auch recht gefährlich ist, wagte Surri es nicht, auch mal wie sie eine Runde durchs Zimmer zu drehen.
„Ihr habt gesagt, dass die Menschen uns jagen. Und die sind ja riesig und ich so winzig. Ich kann mich doch gar nicht wehren und wen nsie mich dann fangen ,dann ... ... - Nee ich trau mich nicht!"

Geknickt ließ Surri den Kopf hängen. Ach, wie gern hätte sie sich alles genauer angesehen. Es gab ja dermaßen viel zu entdecken!
„Surri, aber genau, weil wir so winzig sind, entkommen wir ihnen meist."
„Ich muss also keine so große Angst haben?"
Mama und Papa Fliege nickten aufmunternd.
„Sei nur etwas vorsichtig und es passiert Dir nichts. Versuchs doch mal!"
Surri zweifelte immer noch, ob sie sich auf dieses Abenteuer einlassen sollte. Aber dann siegte die Neugierde.
´Wenn Mama und Papa das sagen ...`
„Gut, ich mach`s. Bis gleich!"
„Bis gleich, Surri!"

Surri schwang sich in die Luft.
„ Ist ja toll, was es hier alles gibt!!"
Sie flog an den Schränken vorbei und entdeckte auf dem Tisch unter ihr leckere Köstlichkeiten. Fliegen fressen alles. Zunächst knabberte Surri an einem Brotkrumen, danach nippte sie ein Schlückchen Milch, probierte süße Marmelade und setzte sich dann auf einen Butterklecks.
„Oh, ist das lecker!!"
Vor Begeisterung vergaß sie alle Vorsicht und erschrak fürchterlich, als sich ihr zwei große dunkle Schatten näherten. Es waren Menschenhände, die nach ihr klatschten. Blitzschnell wich Surri aus und setzte sich hoch oben an die Zimmerdecke. Aber auch dorthin folgten die Hände und es klatschte und klatschte.

„Verflixt und zugenäht!", schimpfte eine Stimme. „Ich krieg die nicht! Die sind einfach zu klein!!"
Surri erschrak fürchterlich und floh gerade noch rechtzeitig an die Zimmerdecke. Doch die Hände folgten ihr udn es klatschte und klatschte. Zum Glück erwischten sie Surri nicht, die nur noch möglichst schnell heim zu Mama und Papa wollte und zurück zur Obstschale sauste. Vor dem Wohnloch warteten die Eltern auf sie.
„Und, wie wars?"
„Ich hab viel Leckeres gefunden: Milch, Marmelade, Butter ..."
Mama und Papa Fliege lachten.
„Aber dann wollten mich Menschen fangen und haben in die Hände geklatscht, immer wieder. Ich hab mich so sehr gefürchtet, bin ganz schnell weg geflogen! - Es ist eigentlich gar nicht doof, so winzig zu sein!!"
„Eben!", betonten die Beiden. "Und Du warst sehr mutig!"
Von dann an unternahmen Surri und ihre Eltern alle Ausflüge gemeinsam und hatten viel Spaß.

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