Das Sterben kann warten....
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Feierabend-Mitglied
Mittwoch 17.05.2023, 14:01 – geändert Mittwoch 17.05.2023, 14:45
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Mittwoch 17.05.2023, 14:01 – geändert Mittwoch 17.05.2023, 14:45
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Lange habe ich überlegt, ob ich diesen Beitrag hier schreibe, da er aber auch soviel Positives ausdrückt und zeigt, was mit Lebenskraft und einem liebevollen Umfeld möglich sein kann, habe ich mich entschlossen, euch davon zu erzählen. Ich schreibe es in zwei Teilen, sonst ist es zu lang.
Meine Schwägerin (71 J.) bekam vor 4.5. Jahren die Diagnose: Bauchfellkrebs. Es folgte eine große OP, und die erste Chemotherapie. Die Prognose sah nicht gut aus. Zunächst will ich etwas zu ihrem Umfeld berichten, das beim Verlauf der Erkrankung eine wesentliche Rolle spielt.
Mein Bruder und sie leben seit 43 Jahren in einer Wohngemeinschaft mit einem andere Paar zusammen und kauften 5 Jahre später ein Reihenhaus in Berlin. Die Pflichten waren gleichmäßig auf die Männer und Frauen verteilt, denn alle waren berufstätig. Meine Schwägerin war eine engagierte
Gymnasiallehrerin, mein Bruder war Europabetriebsrat in der IG-Metall. Sie haben 2 Söhne und ein Enkel, das andere Paar hat einen Sohn. Beide Paare sind gern gereist und durch die gute Organisation fuhren mal die beiden Frauen allein in den Urlaub, mal die beiden Männer, sie reisten als Paar mit oder ohne Kinder, während das andere Paar die Versorgung der Kinder übernahm. Beide Paare sind politisch ehrenamtlich tätig, meine Schwägerin hat vor Jahren einen Mal-Verein gegründet, in dem regelmäßig wunderbare Vernissagen stattfinden.
Dies nur zum Hintergrund und zum besseren Verstehen. Es folgten weitere 8 Chemotherapien und 4 OPs, es war ein auf und ab, aber der Krebs breitete sich aus. Zwischen den Chemotherapien gab es immer eine Pause von etwa 4 Wochen, die erste Woche danach und die letzte Woche wieder davor blieben sie zu Hause, die Tage dazwischen sind sie immer verreist. So waren sie im Januar in England, im Februar folgte eine weitere OP, weil sie keine Nahrung mehr bei sich behielt. Sie ist austherapiert und sie wird seit dem durch eine Magensonde ernährt. Sie wollte noch einmal ans Meer und so buchte mein Bruder eine 10 tägige Reise nach Teneriffa, nah an einem deutschen Krankenhaus, in dem sie, falls nötig Hilfe bekam und die künstliche Ernährung fortgesetzt werden konnte. Sie wohnten aber in einem Hotel mit großem Balkon und Blick auf das Meer.
Heute erfüllt sich ihr Herzenswunsch, Fortsetzung folgt....