Besuch in der Apotheke: Es wurde sehr amüsant!
Von
tastifix
Mittwoch 27.09.2023, 07:24
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tastifix
Mittwoch 27.09.2023, 07:24
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Mir war es so eigenartig warm und es kribbich elte verdächtig in der Nase. Verdrossen trottete ich in die Apotheke. Mich bediente der Apotheker höchstpersönlich.
„Ich brauche ein Grippe- sowie ein Schnupfenmittel!“
Er musterte mich:
„Haben Sie bereits starke Beschwerden?“
„Nein, aber es fängt an.“
Mich streifte ein besorgter Blick.
„Läuft die Nase denn? Die Schnupfenhemmer ...“
Er wandte sich dem Computer zu und befragte ihn minutenlang, derweil ich ungeduldig von einem Fuß auf den anderen trat.
„Tja, wissen Sie, diese Schnupfenhemmer“, betonte er ein zweites Mal noch besorgter, „Ihre Nasennebenhöhlen ...“
Ich wusste es und ahnte, was noch alles folgen würde, falls ich nicht schnellstens ...
„Keine Angst, ich nehme die nur, wenn es gar nicht anders geht!“, unterbrach ich ihn.
„Ich will ja nur, dass es Ihnen gut geht!“, antwortete er charmant.
„Soviel Nächstenliebe, ich bin platt!“
Wir lachten.
Mein Gegenüber besann sich auf seine wichtige Aufgabe, mich vor den gesundheitlichen Unbilden im Leben zu beschützen und schaute erneut sekr fürsorglich drein.
„Sagen Sie mal: Wie ernähren Sie sich eigentlich?“
Hastig zählte ich auf:
„Viel Obst, viel Gemüse ... Besonders gern Salat mit Mayonnaisensauce!“
Wegen ´Obst` und ´Gemüse` hatte er noch beifällig genickt, doch bei ´Mayonnaise` zuckte er fast panisch zusammen.
„Ja, doch nur alle zehn Tage mal!“, behauptete ich keck und hatte prompt Gewissensbisse.
Um den entsetzlichen Eindruck wegen der unsäglichen aErnährungssünde zu verwischen, verriet ich ihm sicherheitshalber dann freiwillig:
„Und, bevor Sie nachfragen: Ich rauche und trinke nicht!“
„Sie sollten aber viel trinken!!!“
Ich muss wohl ziemlich blöd geguckt haben, denn nun zuckten tatsächlich seine Mundwinkel.
„Gut, dann werd ich es mir fix angewöhnen!!“
Jetzt zuckten auch meine. Und dann lachten wir laut. Immer noch schmunzelnd tippte er einen letzten Befehl ein und endlich plumpsten aus der Medikamentenluke die ersehnten Tabletten.
Sofort guckte der Apotheker wieder kritisch.
„Aber denken Sie wirklich an Ihre Nasennebenhöhlen ... !!“
„Ganz bestimmt!“, versprach ich feixend.
„Es hat mich sehr gefreut!“, meinte er abschließend lachend.
„Mich auch!“, entgegnete ich bester Laune. „Übrigens müssen Sie damit rechnen, dass ich unser Gespräch zu einer Kurzgeschichte verarbeiten werde. Auf Wiedersehen!“