Als 1.Klasse-Patient im Krankenhaus ...
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tastifix
Freitag 25.09.2020, 13:06
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tastifix
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„Liegt der rote Teppich endlich?“
Professor Dr. Diendirgerne stand der Schweiß auf der Stirn. Gleich würde die Starsängerin im Op sein, was sein Herz aus unterschiedlichen Gründen heftig klopfen ließ. Denn sie zählte zu den Super-Honorar-Patienten der 1.Klasse. Also war exzellenter Service angesagt.
„Die werden wir mit Samthandschuhen anfassen und wie ne Weihnachtsgans ausnehmen!“
Diese Überlegung behielt er aber tunlich für sich.
So schmeichelte er nach allen Reden der Kunst ´Gnädige Frau` von vorne bis hinten und versicherte:
„Sie werden beinahe keine Narbe sehen!“
Daraufhin schlief die Patienten fast von selber ein.
Die Schwestern trugen lange Sonntagstracht, reichten nach zehnmaliger Überprüfung mit weiß behandschuhten Fingern die Instrumente der gleichfalls weiß gekleideten Hand ihres Chefs, starrten gebannt auf die klaffende Wunde und schienen sich fast zu wundern, dass statt des ordinären roten nicht gar blaues Blut floss. Nach zum Glück hervorragend gelungener Arbeit wählte Prof. Dr. Diendirgerne zum Vernähen einen extrafeinen, sich selber auflösenden Faden und machte so wenig Stiche wie möglich. Denn er hatte seiner Patientin was versprochen und 1. Klasse-Beschwerden wollte er nicht riskieren.
Weil er sich während des Studiums als ein überragendes Nähtalent bewiesen hatte, sah die Narbe dann auch wunderschön aus und die Patientin zeigte sich gnädig ausgesprochen zufrieden. Die Verpflegung im 1.Klasse-Zimmer verlief dann auch entsprechend, woraufhin die Starsängerin sich noch gnädiger zeigte und dem Krankenhaus einen weiteren OP-Tisch spendierte. Selbstverständlich eine Luxusausgabe für nachfolgende HighSociety-Patienten.