Märchen?
Von
Heha45
Donnerstag 06.09.2018, 19:21
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Heha45
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Es war einmal ein Meer,
das wurde immer wärmer. Die Wellen fingen an zu schwitzten und einige von ihnen wollten fort. Anderen wurde es zu langweilig, immer wieder bei strahlendem Sonnenschein über immer denselben Sand zu rollen, zwei Meter hin und zurück. Wenn wenigsten mal ein Sturm aufziehen würde. Den gab es schon lange nicht mehr und die kleinsten der Wellen wussten gar nicht wovon geredet wurde.
Wellen und Wogen gründeten die Interessengemeinschaft: „Auf nach Norden“ und beschlossen, wir wandern aus. „Wir legen uns auf den Golfstrom und lassen uns nach Norden tragen, dann sehen wir weiter, “ bestimmte die mächtigste Woge. Die kleinen Wellen freuten sich auf das Abenteuer, die großen blickten skeptisch. Nach einiger Zeit erreichten sie den kalten Atlantik und fanden den angenehm warmen Golfstrom, der wie ein Förderband funktioniert. Leider transportiert er nicht nur Wellen sondern auch Unmengen von Müll. Besonders Plastik schwimmt mit, das von Schiffen entsorgt oder von Flüssen hierher getragen wurde. „Wir weigern uns, diesen Müll zu tragen“, riefen die Wellen.
In der Biskaya kam Sturm auf, der wirbelte das ganze Zeug durcheinander. Die kleinen Wellen wurden riesig groß und trugen Schaumkronen. Das hatten sie noch nicht erlebt, einigen wurde angst und bange. Nur leicht schwankend fuhren große behäbige Schiffe durch sie hindurch. Ein Fischerboot kenterte. „Das war keine Absicht“, rief die schuldige Woge entsetzt. Eine Riesenwelle kam zu Hilfe, richtete das Boot wieder auf und der Fischer kletterte hinein. Der rieb sich die Augen: „Das glaubt mir niemand“, sagte er halblaut.
Nachdem sich der Sturm gelegt hatte, zogen die Wellen weiter Richtung Norden. Im Ärmelkanal wurde es eng, ein Schiff folgte dem nächsten. Alle erzeugten eigene Wellen, Bugwellen die sich an keine Gesetzte hielten. Ab und zu gab es Meinungsverschiedenheiten.
Bald erreichten unsere Wellen die Nordsee mit ihren friesischen Inseln. Hier hebt und senkt sich das Meer zweimal am Tag. Ohne ihr Zutun zieht es die Wellen weit hinaus aufs Meer um nach einer gewissen Zeit, die weite Strecke über die Salzwiesen zurück zu fließen. An den Inselstränden spielen die kleinen Wellen mit den Kindern, laufen in gegrabene Löcher oder überspülen Sanddämme. Draußen auf dem Meer warten die Seehunde um sich tragen zu lassen.
Heute Morgen traf sich die Interessengemeinschaft „Auf nach Norden“ wieder. Alle sind sich einig: „Wir bleiben. Ehe es uns hier zu warm wird, vergeht noch viel Zeit. Langeweile kommt nicht auf. Mit jeder Flut bringen wir den Menschen ihren Müll zurück, werfen ihn einfach an den Strand. Diese Arbeit endet nie, denn Umweltbewusstsein existiert bei ihnen nicht. Wenn es uns zu viel wird, überschwemmen wir das ganze Land.“ „Au ja“, freuen sich die Kleinen.