Der Frosch, der nicht grün sein wollte (1.Teil)
Von
tastifix
Freitag 27.09.2019, 09:33 – geändert Freitag 27.09.2019, 13:42
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tastifix
Freitag 27.09.2019, 09:33 – geändert Freitag 27.09.2019, 13:42
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Quaki, die Kaulquappe, ist zum Frosch herangewachsen und hüpft mit seinen Geschwistern an Land. Von nun an wird er auf der Wiese am Rande des Teiches leben.
Neugierig mustert er die Anderen und auch sich selber:
„Quak, warum sind wir denn so langweilig grün? - Ich will lieber rot oder blau sein.“
„Aber dann entdeckt dich der Storch schon von weitem!“
„Na und! Ich spring schnell weg.“
Die Geschwister sorgen sich:
„Bleib besser so grün wie jetzt.“
„Nee, will ich aber nicht!!“
Das hört Husch, die Maus. Sie mag den Frosch.
„Quaki, drüben am Waldrand wohnt in einer Baumhöhle die Fee Zauberschön. Die hat schon vielen Tieren einen Wunsch erfüllt.“
„Husch, die bist die netteste Maus der Welt. Danke!“
Eilig hüpft Quaki zum Wald, setzt sich vor den Höhleneingang und quakt sein schönstes Quak-Lied. Zauberschön erscheint und fragt ihn:
„Was kann ich für dich tun?“
„Ich will lieber leuchtend bunt sein!“
Eine große Träne rollt über das Froschgesicht.
„Nicht weinen! Ich werd dir helfen.“
Zauberschön flüstert einen schönen Zauberspruch. Quakis Gesicht ist auf einmal gelb wie eine Zitrone, der Rücken blau wie das Meer mit lila und orange Tupfen, der Bauch knallrot-grün gestreift und die Beine lila-gelb kariert. Die Fee holt ihren Zauberspiegel herbei. Quaki jubelt:
„Ich bin der schönste Frosch der Welt!“
Die Fee mahnt ihn:
„Sei bloß vorsichtig! Es ist sehr gefährlich für dich, so bunt zu sein!“
„Mir passiert schon nichts. Danke-Quak!“
Stolz springt er über die Wiese davon und betrachtet in jeder Pfütze sein Spiegelbild.
„Die Anderen werden Seerosenblätter staunen!“
Bald trifft er eine Katze.
„Miau, hihi, bist du in einen Farbkasten geplumpst?“
„Denkste! Ich bin jetzt ein Knallbuntfrosch! - Bist bloß neidisch, du mit deinem blöden grauen Fell!“
„Pööh!“, faucht sie beleidigt.
Quaki beachtet sie nicht länger und hüpft übermütig weiter.
„Keiner ist so hübsch wie ich!“
Nach einer Weile ruht er sich unter einem mächtigen Baum ein wenig aus und guckt forschend umher, ob Tiere in der Nähe sind, von denen er sich anstaunen lassen kann. Und schon entdeckt ihn das Rotkehlchen Tiri. Verblüfft zwitschernd hüpft es auf seinem Zweig hin und her:
„Tirili! Quaki, ist das die neueste Froschmode?“
Es guckt etwas neidisch, denn es trägt nur auf der Brust etwas Orange.
Der Frosch dreht sich nach allen Seiten.
„Toll!“, piept Tiri.
Auch die Spatzen und erst recht Elster Pfiffikus werden aufmerksam. Die Spatzen zetern:
„Wie läufst du denn rum?“
„Hihi, so`n Frosch habe ich ja noch nie gesehen!“
„Ruhe, verflixt und zugenäht. Ich will was sagen!“, krächzt Pfiffikus plötzlich durchdringend. Sofort ist es mucksmäuschenstill, denn die Elster hat meist tolle Ideen.
„Gehst Du zum Froschkarnevalsball??“
Die Anderen gucken sie bewundernd an.
„Den hab ich ja total vergessen!“, tschilpt ein Spatz. „Klar, Quaki will Karneval feiern!“
Der denkt nur:
´Herrlich! Alles dreht sich um mich, den tollsten Frosch der Welt!`
Plötzlich hört er ein gewaltiges Flügelrauschen und blickt erschrocken hoch. Es ist Uhu Klebsi, sein Freund aus dem Wald.
„Wieso bist du denn tagsüber unterwegs?“
Klebsi jagt nämlich eigentlich nur nachts.
„Ach! Letzte Nacht habe ich nichts gefangen und mit knurrendem Magen kann ich nicht schlafen, darum!“
Entsetzt mustert Klebsi den Frosch:
„Quaki, o je, du leuchtest ja wie eine Laterne. Allein gehst du so nicht auf Wanderschaft. Ich werd dich beschützen. Moment, bin gleich wieder da!“
Wenige Minuten später ist er schon zurück.
„Quuak, das ging aber fix. Was hast du denn gemacht?“
Klebsi grinst:
„Wird nicht verraten!“