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WO IST EIGENTLICH DIE SIEBENSÖHNEMUTTER? Teil 10

Von egalis Mittwoch 13.05.2020, 14:31

Corinna bleibt genauso erstaunt stehen wie vor kurzem ihre Schwester und besieht sehr neugierig das Schiffhaus, von dem Patrizia ihr erzählt hatte. „Da würde ich auch gerne wohnen“, meint sie. Dabei wohnt sie in einem sehr schönen großen Haus mit ihrer Familie und hat dort viel mehr Platz als die Siebensöhne hier.
Dann sitzen alle Zehn um den Tisch herum. Die Nudeln dampfen, die Soße riecht lecker. Rote Beete und Kürbis stehen auch dabei. Jeder nimmt sich seine Portion aus der großen Schüssel und schöpft sich eine Kelle Soße drüber. Alle fassen sich an den Händen und wünschen sich „Guten Appetit“.
Corinna dreht sich eine Nudel um die Gabel und beißt etwas ab. Dabei schaut sie in die Runde und mit Nudelmund fragt sie: „Wo ist denn eigentlich eure Mutter?“ –
Stimmt. Der sind wir ja noch gar nicht begegnet...
„Die ist nicht hier“, sagt Benjamin ein bisschen traurig. „Die fährt durch die Welt.“
Jetzt werden die Schwestern neugierig und Siebensöhnevater erklärt, dass es der Siebensöhnemutter zu eng geworden ist, als sie auf dem Schiff eingezogen sind. Ein Schiff, das im Wald liegt, ist nicht das Richtige für sie gewesen.
Ein Schiff muss auf dem Wasser sein, hat sie gemeint. Und sie wollte auf einem großen Dampfer um die Welt fahren.
Da hat Siebensöhnevater seinen Beruf aufgegeben, ist mit den Söhnen im Wald geblieben, weil die auch nicht fortwollten und Siebensöhnemutter fährt nun auf einem Kreuzfahrtschiff um die Welt, verdient das Geld für die Familie und kommt ungefähr alle sechs Monate zu Besuch und bleibt dann ein paar Wochen.
„Aber länger hält sie das hier nicht aus“, flüstert Benjamin und auch die anderen schauen trübsinnig vor sich hin.
Patrizia passt die traurige Stimmung nicht. Sie tritt Corinna gegen das Schienbein, als die wieder was sagen will und schüttelt ihren Kopf. ‚Sei jetzt still’, soll das heißen und Corinna kapiert.
„Siebensöhnevater, was hast du denn für einen Beruf?“, will Patrizia wissen.
„Oh, nicht nur einen“, ruft Friedrich nicht ohne Stolz. „Vater kann alles.“. – „Nana“, winkt Vater bescheiden ab. „Alles - das ist zuviel gesagt. Aber manches. Ja, manches kann ich. Also von Beruf bin ich Ingenieur und Konstrukteur. Ich arbeite gerne mit Holz. Schweißen kann ich auch. Und so noch das eine oder andere.“
„Jaahaaa“, ruft Ernst dazwischen. „Und du bist ein Superkoch!!“
„Danke für das Kompliment“, antwortet Vater.
„Uuhuund“, ergänzt Rudolf wichtig, „du bist ein Künstler.“
Patrizia und Corinna spitzen die Ohren. Da OmaElke öfter malt oder Gasbetonsteine bearbeitet und allerlei andere künstlerische Sachen macht, kennen sie sich mit Kunst aus. Selber können sie auch gut mit Farbe und Pinsel umgehen und ihre Kusine Julie und deren Bruder Jarne auch. Sie erzählen ihren Tischgenossen davon und nach dem Essen wollen sie sich mit Siebensöhnevater und den sieben Söhnen im Schiff ansehen, was sich dort an Vater-Kunstwerken befindet.

Und jetzt machen die Sebensöhne mal wieder eine Pause.

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