Wetterwendisch
Von
tarena
Freitag 10.08.2018, 08:12 – geändert 12.08.2018, 18:24
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tarena
Freitag 10.08.2018, 08:12 – geändert 12.08.2018, 18:24
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Die Erde atmet, der Regen kühlt.
Ein Sturm alles zu oberst spült.
Es fließt das Wasser nun in Strömen.
Auch daran muss man sich gewöhnen
in dieser wetterwendschen Zeit.
Des Einen Glück, des Andren leid.
Der Sturm, er rüttelt Haus und Baum.
Der Grund dafür erkennt man kaum.
Er rüttelt auch an das Gewissen.
Wir wollen einfach nichts vermissen:
das Auto, Fleisch und auch den Flug
von allem kriegen wir nicht genug.
Ist dies doch ein deutlich Zeichen,
unsre Zügellosigkeit muss weichen.
Lebt der Mensch so ungeniert,
er Hitze, Dürre, Sturm gebiert.
Weniger essen, reisen, fliegen,
wir im Gleichgewicht uns wiegen.
Und die Zukunft wird bestehn,
wenn wir andre Wege gehn.
R. Maßberg