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Rheingold Magie und Mystik

Von Fiddigeigei Montag 23.11.2020, 15:32 – geändert Montag 23.11.2020, 15:49

Wenn man jetzt in den Novembertage einen Spaziergang am Rhein macht, dann, wenn die Sonne am Nachmittag zwischen 4-und 5Uhr flach im Süden am Himmel steht und ein mattes müdes Licht verstreut, entsteht eine ganz andere Sichtweise am großen Grünen Strom.
Die Natur verändert ihr Aussehen in einer dramatischen Weise die fast Angst machen kann und uns in eine andere Welt versetzen -eine Welt des Traumes.

Rheingold


Aus der Sagenwelt kennen wir die Geschichte der Nibelungen und die Versenkung des Goldschatzes im Rhein durch den furchtbaren Hagen von Tronje, der mit der schwarzen Augenklappe.
Im Rheinsand kann man sogar nach Gold schürfen wie ein Digger in Alaska.

Schwerblütig sind die Menschen die am Hochrhein zwischen Schaffhausen und Basel geborenen wurden (Gehöre dazu) und da wo ich jetzt lebe am sogenannten Oberrhein, kann man die Menschen auch nicht mit den bekannten Frohnaturen von Köln oder Düsseldorf vergleichen.
Es ist eine andere Art.

Zwischen dem Bodensee und Basel ist der Grüne Strom fast noch ungezähmt und nur kleine Schiffchen befahren ihn. Aber er ist als Energielieferant fleißig.
Ab Basel beginnt der Rhein so richtig geschäftstüchtig zu werden. Kreuzfahrschiffe transportieren Wassersüchtige Passagiere von Basel bis Rotterdam und Frachten aller Art kutschieren auf dem breiten Rücken des Stromes hin und her.
Die ersten , die den großen Strom vermarkteten waren die Schwarzwälder Flößer, die die langen Holländertannen zu Flössen zusammenbanden und wagemutig das Holz nach Holland schipperten. 12 Wochen brauchte es und in dieser Zeit standen die unerschrockenen Männer ohne großen Schutz auf den riesigen Flössen. Das Märchen vom Holländermichel entstand.

Letztes Jahr, da wollten Schatzgräber eine Lokomotive aus dem Rhein bei Germersheim (hinter Karlsruhe stromaufwärts) heben. Diese Lokomotive wurde 1851/52 in Karlsruhe gebaut und sollte nach Düsseldorf ausgeliefert werden. Das Schiff ging mit der Ladung unter, wahrscheinlich bei einem Sturm.
Man suchte lange und dachte den Ort des Unterganges gefunden zu haben aber es ist wie mit dem Schatz der Nibelungen, nachdem schon lange gesucht wird, man fand nichts. Nicht eine goldene Bohne!

Der Rhein ist ein mystischer Strom und wenn man an richtigen Abend an der richtigen Stelle steht, offenbart er sich uns in seiner Wirklichkeit.

Sind das die eigentlichen Schätze des Vater Rheins? Ich glaube schon.Echtes Gold was ist das -nur ein Traum ?

Meine Kamera und ich sahen den Rhein bei romantischem Novemberlicht

Carlos

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