nochmal IN DIE LUFT GEGANGEN
Von
egalis
Donnerstag 13.02.2020, 00:43
Du möchtest die Antworten lesen und mitdiskutieren? Tritt erst der Gruppe bei. Gruppe beitreten
Von
egalis
Donnerstag 13.02.2020, 00:43
Du möchtest die Antworten lesen und mitdiskutieren? Tritt erst der Gruppe bei. Gruppe beitreten
Wir bestiegen also in Emden den Sechssitzer und hoben ab. Spannend, unsere Heimat von nicht so sehr weit oben zu betrachten. Die paar durchrumpelten Luftlöcher nahmen wir nicht ernst. Der Pilot erklärte uns, wo wir uns befanden. Irgendwann landeten wir auf dem Flugplatz von Swinemünde, der ein wenig ungenutzt aussah. Wir erfuhren dann noch, dass der dabei gewesene Kopilot uns auf dem Rückflug fliegen würde und er wollte einen anderen Kopiloten einweisen. Wir nahmen es zur Kenntnis, fuhren mit einem Taxi nach Heringsdorf, wurden dort von einem mit der dortigen Kultur beschäftigten Dezernenten begrüßt, etwas sehr kühl, wie wir fanden. Besprachen unser Vorhaben. Eine spätere Verbindung kam nicht zustande. Unsere Kulturen passten wohl nicht zueinander.
Am nächsten Tag wurden wir beiden Frauen wieder zum Flugplatz kutschiert, Gerd blieb in Heringsdorf. Wir bestiegen den Sechssitzer und es ging in die Luft. Das Flugwetter war wie bestellt. Wir besahen uns die Gegend, wussten ja vom Herflug schon, wo ungefähr wir uns befanden. Die Piloten unterhielten sich. Da auf einmal senkte sich die Nase unseres Fliegers und im Sturzflug sausten wir der Erde entgegen. Ob ich was gedacht habe, weiß ich nicht mehr. Angst spürte ich eigentlich nicht, nur gewaltiges Staunen. Als mir der Gedanke kam, das war es dann wohl, als wir auf einen Wald zurasten, hob sich die Maschine kurz vorher und brauste kurz über die Wipfel hinweg. Meine Reaktion nach vorne: „Was war das denn? Müssen wir uns jetzt öfter darauf einstellen? Denn sagen Sie gefälligst vorher Bescheid!““ Der Pilot fing an zu lachen! Meinte, nein, das sei nicht der Fall. Er habe auf dieser LPG da unten gearbeitet, sei Düngeflieger gewesen und wollte eben seine Kollegschaft grüßen!
Ich hab gedacht, mein Schwein pfeift!
Der Weiterflug ging ruhig vonstatten. Wir sahen Bremerhaven, die Weser, Wilhelmshaven unter uns und es gefiel uns, dass wir bald in Emden sein würden. Da bemerkte ich, dass der Pilot nach unten sah und seinen Ko fragte, wo wir denn seien. Der zuckte mit den Schultern, nahm sich eine Karte vor und fing an, die zu studieren. Sah nach unten, schüttelte den Kopf, hob die Schultern wieder. Sagte was zu seinem Kollegen, der seinerseits nach unten sah und den Kopf schüttelte. Ganz offensichtlich war die Orientierung bei den beiden futsch. Ich stieß Renate an, wir sahen unsererseits nach unten, sahen nicht weit vor uns die Torffelder von Wiesmoor und den Ems-Jade-Kanal. Als die Piloten hörten, dass wir uns kenntnisreich unterhielten, wollten sie von uns Auskunft, wo wir uns befanden. Ich sagte ihnen dann, dass sie sicher nach Emden kämen, wenn sie dem Kanal folgen würden. Das taten sie auch. Zwischendurch fiel mein Blick auf die Tankanzeige. Hätte ich man nicht dorthin gesehen! Der Zeiger war verdächtig nahe am Endanschlag. Da wurde mir doch ein büschen mulmig.
Was soll ich sagen, als wir in Emden aufsetzten, meinten die Piloten, das wäre höchste Eisenbahn gewesen.
Mit dem allerletzten Tropfen Kerosin waren wir angekommen! Der Tank war leer!
Harr ik nu de Snuut vull van de Flegeree? Nö. Hebb noch een paarmal in so een lüttjen Maschin seten. Hebb Oostfreesland van boven bekeken un de Eifel ok. Hett mi beids heel good gefallen! Ok mit groot Flegers weer ik unnerwegens. Na Ungarn, de Türkei, na Kanada un na Amerika. Blot as de Maschin van Amerika ut in een Unweer raakt is, dat weer nich so moi. 3000 - dreedusend Meters!! - sünd wi runner sackt in een Luchtlock. Dor hung de Maag boven unner de Deck...
Van 10000 -teihndusend- Meters na 7000 -söbendusend- Meters runner - dat was een raren Geföhl.