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Mein erster Theaterauftritt

Von tastifix Donnerstag 11.10.2018, 12:21 – geändert Freitag 12.10.2018, 10:27

Schon seit Monaten fieberten mein Mitautor (Dortmund) und ich (Düsseldorf) dieser gemeinsamen Lesung unter dem Titel ´Lieber in Ober hausen als unter der Brücke hausen` im Theater Gdanska, Altmarkt, Oberhausen am Sonntag, dem 7.10.18 entgegen. Jeder von uns hätte circa 30 Minuten+ Lesezeit. Er würde mehrere Kurzgeschichten sowie kabarettistische Einlagen vortragen und ich hatte mich für einen längeren humoristisch/ ironischen Text entschieden, in dem ich mein wahrlich extrem gutes Verhältnis zur Technik aufs Korn nehme: ´Na, also wirklich!!??`
Gegen 15.30 Uhr war Einlass. Durch die sehr individuell/ gemütlich eingerichteten, großzügigen Räumlichkeiten Cafe/Restaurant betraten wir den kleinen Saal, ähnlich ausgestattet wie die großen Theater mit einer Bühne. Der Publikumsbereich bot 50 Sessel und zusätzlich noch weitere 10 Stühle an. So ganz allmählich füllten sich die Reihen. Immerhin an die etwa 40 Zuhörer nahmen ihren Platz ein.
Kurz vor 16 Uhr konnte ich mich dann noch zwischen Tisch, Standpult oder auch nur Mikrophon entscheiden. Ich wählte das Standpult, weil ich unbedingt im Stehen lesen wollte. Mein Mitautor übernahm die Anmoderation, stellte mich vor und ich begann mit meinem Vortrag. Der Saal verdunkelte sich, die Scheinwerfer waren voll auf mich gerichtet. Im ersten Moment war ich irritiert, denn ich sah mein Publikum nicht mehr, konnte es höchstens erahnen, also auch die Reaktionen auf meine Aktionen nicht von den Gesichtern ablesen. Es war, als ob ich gegen eine schwarze Wand redete.
Darauf war ich nicht eingestellt. Zwar besuche ich sehr oft Theateraufführungen, war aber bis jetzt davon überzeugt, dass die Schauspieler trotz verdunkelten Saales sehr wohl die Mimik ihrer Zuschauer beobachten könnten. (Dass generell dem nicht so ist, habe ich nämlich erst hinterher erfahren.) Dennoch klappte alles sehr gut. Ich fühlte mich ausgesprochen wohl. Meine Lesung dauerte fast 45 Minuten. Aus dem kräftigen Applaus durfte ich schließen, dass mein Vortrag recht gut gefallen hatte. Auch mein Mitautor bekam viel Beifall.

Es war mein erster Theaterauftritt auf einer richtigen Bühne. (Podestbühnen allerdings kannte ich ja). Glücklich, verflog meine Unsicherheit, in diesem für mich noch ungewohnten Rahmen frei zu den Zuschauern zu sprechen und gemeinsam verabschiedeten wir uns von unserem Publikum. Dabei machten wir noch auf die kommende erste Lesung im Rahmen einer Lesebühne im Bochumer Cafe Eden am 25.11.18 aufmerksam, der dann alle zwei Monate Lesungen folgen werden.
Die Bezahlung erfolgte auf Spendenbasis.
Nach Ende unseres Auftritts verabschiedeten sich mehrere Leute persönlich von mir und bedankten sich nochmals.
Für mich war es ein Event, den ich nicht mehr vergessen werde.

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