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Soen Herz atmete ruhiger ...

Von tastifix gestern, 10:12 – geändert heute, 06:08

Noch blinkten die Sterne über ihm, erzählten von der geheheimnisvollen Weite des Universums. Frank, der sich zu deser Nachtwanderung entschlossen hatte, endlich die Hektik der vergangenen Tage für diese Stunden vergessen wollte, blieb stehen und sah hinauf.

Es berührte ihn eigenartig, faszinierte ihn und weckte die Sehnsucht, diese Ferne erschließen zu können. Er bedauerte, nicht einige Jahrhunderte später das Licht der Welt erblickt zu haben. Zu einem Zeitpunkt, zu dem die Technik so weit fortgeschritten wäre, dass es möglich sein würde, zumindest die Planeten der eigenen Galaxie zu erforschen. Er träumte davon, dann selber wie damals die Astronauten den Mond jene unbekannten Himmelskörper betreten und erkunden zu dürfen. Vorrangig aber stand hinter diesem Wunschdenken die Neugierde, vielleicht außerirdisches Leben zu entdecken, egal, wie es geartet sein würde.

„Qustsch! Ich muss mich dagegen unbedingt darum kümmern, was nun, nach dem Tod meiner Eltern, mit unserem Haus geschehen soll??"
Die herrschaftliche Villa in dem einem Park ähnlichen Garten allein weiter zu bewohnen, lag trotz des beträchtlichen Erbes nicht im Rahmen des Möglichen. Doch sie zu verkaufen hätte zu sehr geschmerzt, denn dort hatte er eine sehr glückliche Kindheit verlebt.

Frank wurde nicht etwa, wie in solchen Kreisen üblich, von Kindermädchen großgezogen. Nein, die Mutter nahm die Erziehung ihres Sohnes, des einzigen Kindes, selber in die Hand. Sie hasste überzogene Standesdünkel. Jedes Kind, das sich gut benahm, egal. aus welcher Familie es stammte, war ihr als Spielkamerad für Frank herzlich willkommen und sie ließ sich in dieser ihrer Einstellung auch nicht beirren. Zu ihrem Glück teilte sein Vater diese Auffassung. Es prägte Frank für sein ganzes Leben. Überheblichkeit blieb ein Fremdwort für hn. Sein bescheidenes Auftreten brachte ihm viele Freunde.

Frank riss sich los von den Erinnerungen, von seinen Träumen.
´Wenn ich es aber nicht verkaufe ...?`, fragte er sich.
Unwillkürlich dachte er an die wertvollen Gemälde, die Antiquitäten:
„Ich werde doch dort wohnen, die eine Hälfte des Hauses blebt mir vorbehalten, die andere werde ich als ein kleines Museum, zusätzlich zu all dem mit Tafeln unserer Familiengeschichte versehen, der Öffentlichkeit zugänglich machen sowie Suites einrichten lassen. Auch den Garten werde ich teilen. Die eine Hälfte für mich, die andere wird eine Anlage mit Minigolfplatz und Tanzfläche werden.“

Je länger er darüber nachdachte, imso sicherer war sich Frank, dass sein Plan funktionieren würde. Die Umgebung war wunderschön mit ihren Feldern,Wiesen und Waldgebieten, ideal zur Erholung während langer Wanderungen.
´Wieso ist es mir erst jetzt eingefallen? Die Trauer und Hektik um denTod und die anschließende Beerdigung meiner Eltern machten mir so sehr das Herz schwer, dass solcherlei Ideen in meinem Denken keinen Platz gehabt hätten!“

Diese Wanderung in der Stille der Nacht, jener Blick zum Sternenmeer, dde Träume dann, hatten die Verzweiflung und Ratlosigkeit für ein paar Stunden verdrängt, ihn durchatmen lassen und ihm nun die Freiheit gegeben, positiv denkend in die Zukunft zu schauen.

Wieder betrachtete er die Sterne. Sie schienen ihm noch leuchtender zu blinken als zuvor. Leichten Schrittes ging er weiter. Er würde sein Elternhaus nicht verlieren, es erhalten können. Er würde dort glücklich sein.

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