Das Punkt-Gemälde
Von
tastifix
Mittwoch 18.02.2026, 10:59 – geändert Samstag 28.02.2026, 17:32
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tastifix
Mittwoch 18.02.2026, 10:59 – geändert Samstag 28.02.2026, 17:32
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In einer Ausstellung sprang er mir förmlich entgegen. Ich konnte den Blick nicht von ihm wenden, der Sog war zu groß.
Jener Punkt benanspruchte auf einer von ihm abgesehen blendend weißen Leinwand deren Mitte für sich.
„Ach du meine Güte! Ist ja lächerlich! - Und sowas hängt hier!"
Spontan kam mir die Idee, es vielleicht mal daheim nachzumachen. Hm ...
Es war ja eine ziemlich ironische Überlegung, gebe ich zu. Denn jeder Künstler ist mit ganzem Herzen bei seiner Kunst und wäre sehr enttäuscht,wenn sein Werk gar zur Nicht-Kunst erklärt würde. Vielleicht sähe er es gar als Beleidigung.
´Tja, wenn man von moderner Kunst keine Ahnung hat ... ``
Doch auf einmal, während ich noch jenem Gedanken nachhing, geschah etas mit mir. Die Eisntellung zu dem Pseudo Punkt-Gemälde geriet ins Wanken, b,m schlug um ins Gegenteil und dieser Punkt auf der Leinwand avancierte zu einem extravaganten Gemälde, dem ich regelrecht engagierte Aufmerksamkeit zollte.
Ja, es war Kunst in ihrer Reinform, ohne Schnörkel oder weitere Elemente, die die Bedeutung des Punktes hätten verringern können. Weiterhin starrte ich ihn an und meine Fantasie bekam sehr fantasievolle Flügel.
´So akkurat, so prägnant gesetzt!`
Es ließ micht nicht los. Ich interpetierte:
Dieser Punkt ateht für Dunkles, Trauriges, Verächtliches, für Ohnmacht und vielleicht gar … Irgendwie bremste es mich, jenen Gedanken weiter zu spinnen, denn sonst hätte ich die Ausweglosigkeit, den Untergang bis hin zum Tod in Beracht ziehen müssen. Gänseschauder überleifen mich. Ja, hatte ich etwas seine wirkliche Aussage begriffen oder hatte ich weiterzusuchen?. Nein, ich würde aufhören, mich zu bemühen, eine vielleicht versteckte noch tiefere Aussage zu ergründen. Aber die Faszination ließ mich nicht los.
In dem Hellen, des Schönen gbits einen solchen Punkt, der den Frohsinn schmälert, an sämtlich erdenklich Schlechtes erinnert, mit dem ir konfrontiert werden könnten. All die Helligkeit kann jenes nicht verhindern. Um die Schwärze zu vertreiben, müsste sich so Vieles, müssten sich die Verhaltlensweisen der Menschen ändern. Nur so könnte das Negative in seine Schranken verwiesen erden, im besten Fall sogar vertrieben werden. Dann könnte aufkommende Schlechtigkeit nicht merh die kraft haben, der Helligkeit von ihrem Schein zu nehmen.Die Schelchtigketi w#re besiegt, die Helligleit würde triumphieren.
Was aber äre, enn es genau umgekeht abliefe? Statt der Helligkeit das Dunkle, Böse, Negative nur noch einem weißen Punkt Platz ließe, was dann den Eindruck vermittelte, die blendend weiße Reinheit des weißen Punktes könnte jederzeit von der bedrohlichen Schwärze ringsum verschluckt werden? Es wäre aus! Nichts gäbe es mehr, dass die Stärke des Negativen aufhalten könnte. Es wäre ein letztes vergebliches Aufbäumen des Guten.
Na ja, stehen Sie mal vor einem Gemälde, das Sie verwirrt und ratlos dort ausharren lässt. Sie möchten seine Bedeutung herausfinden, es klappt aber nicht. Sie fragen sich, weshalb ists mir denn nicht egal? Es hat keine konkrete Aussage vermittelt, höchstens die, das es keine hat. Solches laut zu äußerrn, wäre eine Schande, Missachtung und Empörung wäre Ihnen sicher von Seiten derer, die sich die größte Mühe geben, Mögliches und genauso Unmögliches hinein zu interpretieren.
Ich dagegen blieb vorsichtig. Aber: Gedanken sind bekanntlich frei. Für die kann mich niemand verurteilen. Also urteile ich sehr streng:
„Und damit macht der Gld! Mit einemm Punkt, der ja eingentlich noch nicht mal einer ist. Punkte habn nämlich einen Flächninhalt und unter der Lupe staunt man, als was sich so ein scheinbar akkurats Gebilde outet. Sozusagen als ein Punkt, das zerlappte Wesn!!
dieser Gedanke ging aber selbt mir zu weit. Denn unter keiner Lupe, keinem Mikroskop gibt es eine exakte Kunst, erwweist sich unter dem Aspekt der Akkuratesse als eine Enttäuschung, würde sich alles nur als eine Täuschung beweisen und man müsste sogar die Gemälde berühmter Künstler dahingehend in Frage stellen. .
Erschrocken über meine Frevelei stieg derweil die Erinnerung daran in mir hoch, wie ich früher, wei lich es so gern gekonnt hätte, versucht hatte, ein Pferd zu malen. Das Ergebnis war grausam: Es schaute aus ie die Mischung aus einer Dampfwalze und einer Kuh, wobei die Kuh kaum mehr zu erraten war. Ich probierte es mehrmals. No Chance! Und dann hatte ich aufgegeben. Das Tier tat mir zu leid. Ich denke mal, wenn es sich selber gesehen hätte, wäre es mir noch heute ausgesprochen dankbar dafür.
Hastig kritisierte ich jenes Bild, jenen Punkt unter gänzlich anderem Aspekt:
.Wie gesagt: Der künstler hatte einen Pinsel zur Hand genommen, in Farbe getaucht, ihn dann mit doch recht gutem Augenmaß mttig auf die Leinwand gedrückt und der Punkt dankte mit überaus glatter Rundung ohne Fehl und Tadel. Nun geziemt es sich, jedem Werk, das mal in einer Ausstellung glänzen soll, einen möglichst ebenfalls aparten Titel zu geben, der den Betrachter niciht mehr los lässt und ihn quasi zwingt, eventuell eingeschlafene Fantasiehirnzellen zu reaktivieren. Wenn ich mir überlege, dass ein Künstler, mittlerweile in Schweiß gebadet, vor seinem Werk am Scrheibtisch hockt, die neben sich stehende, romantisch leutchende Kerze anfleht, mit ihrem Schein doch endlich auch sein Hirn zu erleuchten, bewegt mich großes Mitleid mit ihm. Denn wunw qweirwe besagte Ausstellung wrid in vier Tagen eröffnet und wenn er nicht bald titelfündig wird, dann …
Dann könnte es passieren, dass alle Bemühungen vergeblich waren, dass sein Werk letztendlich in seinem Arbeitszimmer neben dem Schrank ein missachtetes, verkümmerndes Dasein führen muss. Denn, solange ihm nichts Passendes einfällt, deoht ihm womöglich de Gefahr ener Depression, Keinen Titil zu tragen, beedutet für ein Werk, ohne Beedeutung zu sein. Schluss, aus!! Der Künstler hatte sich hüchstens inspirieren lassen. Von etwas, von dem er noch nicht mal ahnte, dass es der Anstoss war, ein solch hervorragendes Werk zu erschaffen.
Wieder reiße ich mich streng am Riemen, stoppe die Fantasie, bevor sie unüberdenkbare Sphären bereist:
Und wie würden die Betrachter darüber denken, wenn der Künstler sich dabei quasi gar nichts gedacht hatte, als er den Punkt malte, weil er mit seinen Gedanken ganz woanders gewesen war? Eben so gemalt hätte, wie Manche es zum Beispiel während eines Dauertelefonates machen. Total ohne jeden Plan?
Was würde er sagen, wenn er solch verrücktem Interrpretationen jören doer lesen würde? Würde er sich sogar geschmeichelt fühlen, dass dieser simple Punkt dermaßen in den Mittelpunkt des Interesses gerückt wurde? Oder würde er sich, wahrscheinlich viel wahrscheinlicher, sagen: Lass sie mal, ist ja ganz amüsant und vielleicht spendieren sie mir so die Idee für den passenden Titel.
So, und jetzt frage ich mich, was geschehen wirde, wenn dann die interpretierfreudigen Kunstliebhaber davor stünden unf mit wichtger Miene den Titel nachlesen. Denn dort steht, ebenfalls ohne jede Ausschmückunbsschnörkel:
„Punkt ohne Titel!!“
Wäre allerdings ja einer.
Mic h würde ja sehr interessieren, ob Denen dazu dann noch wieder eine andere Interpretation als die obigen einfallen würde.
Eines scheint mir sicher zu sein:
Die Köpfe würden rauchen!