Ein Eifel Krimi Teil 1
Von
Fiddigeigei
Freitag 13.07.2018, 14:10
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Fiddigeigei
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Die Rotbuchenhecke
Ein Eifel- Kurzkrimi
Die Rotbuchenhecken in der Nordeifel werden bis 8 Meter hoch. Dazu werden die dicht beieinander stehenden Rotbuchen in vielen Jahren kunstvoll zu einer undurchdringlichen Hecke verflochten und zugeschnitten. Der Sinn war und ist die bäuerlichen Anwesen und die Felder von den kalten Eifelwinden zu schützen.
Rotbuchenhecken sind Kultur und Naturdenkmale. Mich haben sie angeregt, diesen Kurzkrimi zu schreiben.
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Jean Lucs Brustkorb hob und senkte sich heftig. Er lag geduckt in einem Moorgraben im Hohen Venn auf deutscher Seite.
Zur gleichen Zeit saßen in Den Haag bei Europol 3 Kommissare zusammen. Marc de Bruen/Belgien, Hendrik van der Heeden/ Niederlande und Frank Sofka/Deutschland.
Sie kannten sich schon lange und arbeiteten seit der Gründung von Europol im Dreiländereck eng zusammen.
Marc, paffend an seiner Bruyerrepfeife ziehend, informierte darüber, dass Jean Luc, ein Gewaltverbrecher, aus einer Gefängnispsychiatrie in Belgien ausgebrochen sei. Dabei wurde ein Wärter lebensgefährlich verletzt und man vermute, dass der unberechenbare Mörder sich nach Holland oder Deutschland durchschlagen wolle. Hendrik ein blonder schlaksiger Holländer knabberte an seinen Fingernägel und Frank ein eher rundlicher kleiner Mann, aber äußerst beweglich, hörten ihm zu.
Jean Luc hatte 3 Menschen brutalst ermordet, aber das Gericht hatte ihm Geistesgestörtheit zugestanden. Er saß bereits 6Jahre unter Psychiatrischer Aufsicht in einer geschlossenen Anstalt und seine Betreuer nahmen an, seine Manie zu töten, sei im Abklingen und heilbar. Deshalb konnte er in der Küche arbeiten, wo er sich ein ein stumpfes Messer besorgte und dieses in seiner Zelle zu einem Dolch umfunktionierte. Sein Wärter war bei einem Hofgang nicht vorsichtig genug und lag nun schwerverletzt im Krankenhaus, auf Tod oder Leben im Koma.
Das Hohe Venn steht unter strengstem Naturschutz und so war ein Betreten mit Suchmannschaften und deren Hunden ausgeschlossen. Hier endete die Spur von Jean Luc. Allein Hubschrauber versuchten das riesige Gelände mit Wärmebildkameras abzusuchen, ohne Erfolg.
Die Fernsehs-und Radiosender im Dreiländereck waren angewiesen eine Warnmeldungen auszustrahlen und Frank Sofka holte mit den Armen weit aus, wir müssen eine Belohnung aussetzen Plakate drucken in Deutsch/Französisch und Holländisch und mit einer Wurfsendung alle Haushalte in der Gegend auf die Gefahr hinweisen.
Jean Luc fühlte sich sicher in diesem undurchdringlichen Dickicht. Den Hunger unterdrückte er in dem er auf Gras kaute, Wassermangel gab es nicht. 3 Tage und Nächte ließ er verstreichen, bis er sich an das Ende des Venns wagte, wo er Menschen vermutete.
In einem kleinen Bauernhaus am Rande des Naturschutzgebietes lebte ein altes Ehepaar. Karl und Marie Meners. Sie waren Selbstversorger. Einmal im Monat ging Karl mit dem Rucksack in das kleine Städtchen, welches etwa 8Km entfernt war , holte dort die schmale Rente auf dem Postamt ab und kaufte das ein, was sie nicht selbst erzeugten. Sie hatten eine Kuh, Kaninchen, Hühner und zogen ein Schwein auf und am Haus war ein Gemüsegarten und ein Kartoffelfeld. Wasser gabs aus einem Brunnen. Strom hatten sie nicht und deshalb weder einen Fernsehgerät, noch Telefon. Post kam keine oder wenn wurde sie bei der Poststelle deponiert.
Das alte aus Steinquadern gebaute Haus war umgeben von einer hohen Rotbuchenhecke, in die ein schmaler Eingang geschnitten war.
Fortsetzung folgt auf den Fuß
Carlos