Dom zu Aachen
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Feierabend-Mitglied
Freitag 08.12.2017, 15:51 – geändert Freitag 08.12.2017, 17:12
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Auch mich führt mein erster Weg nach der Ankunft zum Dom, genau wie jeden Touristen, der die Stadt besucht. Jedenfalls kann man das denken, wenn man die zwei Eingangspforten beobachtet, durch die die Menschen in das Bauwerk hineingehen oder herauskommen.
Der Dom, so wie man ihn heute sieht, ist das Ergebnis der Anstrengungen vieler Baumeister aus verschiedenen Jahrhunderten. Die spätgotische Chorhalle ist ringsum mit raumhohen schmalen Fenstern versehen.
Mich erinnert das wieder einmal an den Kathedralenbau, wie er beschrieben ist in dem Roman
„Die Säulen der Erde“. Dort hat der Baumeister Tom Builder auch sein ganzes Können darangesetzt, durch die hohen Fenster das Kircheninnere in helles Licht zu tauchen. Auch hier in diesem Dom sollten sie wohl diese Aufgabe erfüllen. Mir allerdings erscheint das Innere düster und fast bedrückend. Alle Fensterscheiben sind mit bunten Glasmalereien so zugemalt, dass das Sonnenlicht keine große Chance hat, das Innere der Chorhalle zu erhellen.
Ich bekomme aber wenigstens noch eine Erklärung für das Pult in Form eines Adlers, das hier, wie auch im Doberaner Münster als Notenpult dient.
Der Adler als der wohl am höchsten fliegende Vogel ist in kirchlichem Verständnis ein Symbol für Jesus Christus.
Einen Unterschied gibt es allerdings zwischen den beiden Adlern.
Im Doberaner Münster ist er aus Holz geschnitzt, der hiesige dagegen ist aus Messing gegossen.
Ein Zeichen vielleicht für den unterschiedlichen Reichtum der beiden Kirchenbauten.
(Geschichte aus dem Büchlein "Eifelblicke und andere Ansichten" )