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Die Schwarze Gesellschaft Teil 1

Von Fiddigeigei Samstag 24.11.2018, 16:52

Das Krähenvolk

Im Kaukasusgebirge saß die junge Fürstin auf einer himmelstrebenden Tanne, ganz oben, wie es einer Herrscherin zusteht. Ihr schwarzes Kleid schillerte metallisch in der Morgensonne und mit ihrem grauen scharfen Schnabel betrieb sie Federpflege.
Das war heute besonders wichtig, denn gestern hatte sie eine Auseinandersetzung mit Kroha dem alten Anführer. Sie, Cahra die junge und starke hatte ihn in der Luft besiegt und für immer vertrieben. Nun war sie die Fürstin und Anführerin einer scharfschnäbligen Krähenschar aus 180 immer hungrigen gestählten Krieger und Kriegerinnen vom Stamme der Schwarzen.
Ihr Volk saßen unter ihr im Tann und warteten auf das Zeichen der jungen Herrscherin um sich dann in den Himmel zu schwingen zur Futtersuche. Es wurde im Kaukasusgebirge immer schwieriger sich satt zu futtern. Zu viele Krähenvölker besiedelten das Land und der Kampf um die Futterplätze wurde heftiger und unerbittlicher.
Cahra flog auf wie es schon immer Sitte war und rief:
Zum Futter, zum Futter und der Schwarze Pulk flatterte hoch und folgte der neuen Anführerin zu den Feldern.
Gerade als sie sich im Tal der Menschen wie eine dunkle Wolke auf ein Feld herablassen wollten- da knallte es plötzlich von allen Seiten aus den Büschen. Links und rechts von Cahra fielen sie trudelnd hinab. Cor-Rhana- Slewi- Pon und Aso, ihrer Spielgefährten aus Jugendtagen, Freunde und Ratgeber und viele weitere des Stammes sanken tot auf das Feld, auf dem sie eigentlich Futter suchen wollten.
Federn flogen windgetragen durch die Luft. Es roch nach etwas schrecklich Verbranntem, was sie noch nie gerochen hatten.
Cahra schrie, kommt, kommt und zog steil nach oben und die ihr noch folgen konnten taten es ihr nach . Sie spürten wie um sie herum Geschosse pfiffen und wieder kostete es einigen aus dem Schwarzen Haufen das Leben.
Abends flog Cahra noch einmal von ihrem Schlafbaum ganz alleine zu dem Feld des Todes zurück. Sie hoffte noch auf Überlebende zu zu treffen. Aber es war umsonst. Ihre Brüder und Schwestern hatten die Teufel , mit den langen Stöcken, aus denen tödliches Feuer schoss, in den Feldern weithin sichtbar an den Füßen mit den Köpfen nach unten an Galgen gehängt. Blut tropfte ihnen aus den aufgesperrten Schnäbel auf das Feld. Ein bitteres, ein ehrloses Ende am Galgen baumelnd.

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