Die Morgensymphonie
Von ehemaliges Mitglied Dienstag 17.07.2018, 13:14
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Noch alles schläft, das ganze Haus,
Auf Zehenspitzen schleich ich hinaus.
Den Augenblick will ich nicht missen,
Wenn Tag und Nacht sich zart begrüssen.
Kein Wind, kein Ton, fast atemlos
Schläft die Natur und der Kosmos.
Erwartungsvoll, berauscht und leise
Geh' durch den Garten auf Sinnesreise.
Träumende Bäume unendlich hoch,
Der Garten dichter, anders jedoch,
Weil die Äste unter schwerer Last
Wie Fruchtoasen sehen fast.
Blumige Düfte, spielende Hasen,
Mit seidenen Glanz besticht der Rasen.
Von der Natur verwünschte Au
Mit eingewebtem Morgentau.
In feinem Tüll umhüllten Ästen,
Brillant schimmernden Spinnennesten
Verzaubert selbst von Meisterhand,
Als wär' es pures Wunderland.
Die samtigen Blätter mit Tauperlen
Glitzern und funkeln wie Juwelen.
Wie Wunderkerze in den Händen
Spüre ich die nahende Wärme.
Der erste Sonnenstrahl von Weit
Und.......ganzer Zauber ist vorbei.....
Die Vögel oben, zwischen Blättern,
Laut zwitschern ihre Lieder schmettern.
Die Gartenbühne rockt, jubiliert,
Der Herr im Himmel selbst dirigiert.
Vollendet, voller Harmonie
Erklingt die Morgensymphonie.
Ich hab's gesehen,
Wunder geschehen,
Dem Mensch – zu Freuden,
Dem Gott – zu Ehren.
Karola