Der Sternenfreund (1)
Von
tastifix
Donnerstag 25.09.2025, 18:26 – geändert Montag 13.10.2025, 07:29
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tastifix
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Es war einmaal ein kleines Mädchen. Marie war acht Jahre alt und leider oft sehr ängstlich. Vor allem nachts bildete sie sich öfters ein, die Schatten der Bäume, die sich auf ihrem Kleiderschrank abzeichneten, wären lebendig und würden nur darauf warten, sie angreifen zu können. Tagsüber dagegen war Marie ganz anders, galt sogar als kess und häufig übermütig. Darum war sie bei anderen Kindern auch sehr beliebt und wurde oft eingeladen. Was abends in ihr tobte, erzählte sie ihnen ja nicht.
Die Einzigen, die von Maries Ängsten wussten, waren ihre Eltern. Sie reagierten sehr liebevoll, versuchten ihr die Furcht zu nehmen. Meist blieb die Mutter abends noch länger an Maries Bett sitzen und sie erzühlten sich etwas.
„Mama, wenn Du aber gleich mein Zimmer verlässt, dann werd ich bestimmt wieder Angst haben!“
„Kleines, Dir kann hier nichts geschehen! Wir sind ja da und unten im Garten bewacht Dich Dein Freund Barry. Was glaubst Du, was der machen würde, wenn jemand Dir etwas Böses zufügen wollen würde!“
Marie wurde nachdenklich: Würde ihr Barry, ihr riesiger Bernhardiner, dann etwa beißen? Sie hatte ihn ja schon, seit er noch kleiner Welpe war und wusste, wie sehr sanft er war.
„Ja, Marie, er hat Dich sehr lieb und dann würde er sogar beißen!“
„Mama, aber dann würden die Leute sagen, er sei böse und Einige würden vielleicht wollen, dass er eingeschläfert werden müsste!“
„Kind, sei beruhigt. Hier wissen alle, wie stark und kräftig Barry ist und dass er Dich sogar mit dem eigenen Leben versteidigen würde!“
„Ja, Mama!“, strahlte Marte stolz. „Barry zeigt mir immer, wie sehr er sich freut, wenn ich aus der Schule zurück bin. Dam bleibt er die ganze Zeit bei mir!“
„So, Kleines, Du kannst also ganz beruhigt einschlafen. Papa, ich und auch Barry passen auf Dich auf! Gute Nacht!“
„Gute Nacht, Mama!“
Zufrieden drehte sich Marie in ihre Decke und wollte einschlummern. Doch streifte ihr Blick nochmals den Kleiderschrank, auf dem wie jeden Abend die Laubkronen der Bäume draußen wie Schattenwesen tanzten.
„Ich muss mich nicht fürchten!“, sagte sie sich, aber sie spürte, dass trotz der lieben Worte der Mutter die Fantasie ihr bereits wieder vorgaukelte, diese Schatten wären gar keine Laubkronen, sondern verkleidete Wesen, die ihr nicht gut gesonnen waren.
Nein, sie würde einfach wach bleiben, dann wäre alles gut. Sie griff sich ein Buch vom Nachttisch und begann zu lesen. Klar heimlich mit Taschenlampe unter der Bettdecke, denn, hätten die Eltern es bemerkt, hätte sie garantiert Schimpfe bekommen.