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Der Planet Veritas (2)

Von tastifix 28.12.2025, 18:20 – geändert Montag 29.12.2025, 06:01

Trotz der Aussicht, sehr bald ein menschenwürddiges Leben führen zu können, bleib jene außerordentliche Reise ein waghalsiges Abenteuer, denn es ging ins absolut Unbekannte und sie konnten nicht abschätzen, was ihnen derweil begegnen würde. Jedoch gab es ja keine Alternative und deshalb, um nicht in Panik zu verfallen, grübelten sie darüber lieber nicht nach.

Die neuen Raketen boten sämtlichen bekannten Luxus. So genossen die Menschen diese Reise ins Ungewisse. Der Anblick all jener Planeten und Sterne im stillen Universum war i nseiner Schönheit nicht zu beschreiben und prägte sich bei ihnen für immer tief ein. Es mildlerte die Wehmut wegen des endgültigen Abschieds von der Heimat und vernmochte ein weng den Gedanken daran zu verdrängen, dass die Erde dem sehr baldigen Untergang geweiht war.
Selbstverständlich war für ihre Sicherheit bestens gesorgt. Die Mahlzeiten alleldings beschränkten sich auf Astronautenkost, denn die Menge der noch vorfügbaren irdischen Lebensmittel hätte niemals ausgereicht. Doch hsagten sich die Menschen, dass sie auf Veritas bestimmt sehr schmackhafte Menüs serviert bekommen würden, denn, wie sie überzeugt waren, wuchs und gedieh dort alles im Überfluss.

Von Berichten über Veritas bestens unterhalten, wuchs ihre Freude auf die neue Heimat. Dann war es soweiit. Die Rakete steuerte den Palneten an und schon aus der Höhe erkannten die Menschen weite Naturladnschaften. Als sie dann die Rampe errteicht hatten, stiegen sie wohlgemut aus und wurden von Robotern, die Menschen ähnelten, herzlich begrüsst. Offenbar waren sie genauestens informiert, was auf Erden geschehen war und gaben sich alle Mühe, dass ddie Neuankömmlinge all das Schlimme möglichst bald vergessen sollten.
Worüber die Menschen sich wunderten, war, dass abgesehen von dem Raketenairportgebäude nirgends ein weiteres Haus zu sehen war. Verwirrt folgten sie ihren Führern. Diese führten sie zu Aufzügen, die aber ausschließlich in nach unten leiteten. Erst in etwa 300m Tiefe öffneten sich die Türen wieder und die Mensben nlieben staunend stehen. Ringsumher erstreckten sich Siedlungen mit schönen Häusern.
Ein wenig abseits fuhren ferngesteuerte Wagen auf Schienen lautlos von einer Siedlung zur nächsten. Nichts störte die Ruhe. Jeder Familie wurde eines der Häuser zguewiesen. Gemütlich eingerichtet, bot jedes Haus große Zimmer und vor allem eine hchmdoerne Küche. Das Tollste aber präsentierte sich dann an der einen Wand im Wohnzimmer. Ein riesiger Bildschirm, über den keine der üblichen Sendungen lief, sondern der Blick in die freie Natur hoch oben gegönnt wurde. Man schaute auf prächtig gewachsene Bäume und Sträucher und auf ein wunderbares Blumenmeer.

Die Menschen lernten die hier geltenden Gesetze kennen. Alles verhielt sich so, wie sie es sich in Gedanken ausgemalt hatten. Diese Vorschriften dienten dem Frieden, dem sensiblen Umgang miteinander, der Fairness. Die Menschen atmeten auf. Alle Trübsal durften sie vergessen. Heiier würden sie glücklich sein. Bereits anderntags wirden sie auch offiziell zu Bürgern von Veritas und je nach Ausbildung und auch Wunsch, wurde ihnen ihr Arbeitsplatz genannt. Wie auch auf Erden, besuchten die Kinder Kitas und Schulen. Über allen Fächern stand als Wichtigstes die Erziehung zur Ehrlichkeit und zur Bereitschaft, Streit nur mit Worten auszufechten und zudem ohne Schimpfwörter.

Einige Zeit lang fühlten sich die Menschen wie in einem Paradies. Ihnen fehlte es an nichts und die Ausflüge in die wunderbare Natur über ihnen machten sie glücklich. Aber eines Tages erlitten sie einen Schock: Wieder mal auf einer Wanderung, erspähten sie mehrere Leute, die sich anmaßten, einen der gesunden prächtigen Bäume zu fällen. Es galt als eines der schlimmsten Vergehen auf Veritas, doch, als der Vater sie darauf aufmerksam machte, spotteten sie nur. Niemand würde es je erfahren und von ihm sowiso nicht, sonsnt würden sie ihn …
Die Familie mochte nicht glauben, was sie da erlebten. Nein, anzeigen wüden sie sie nicht. Sie wussten, fass es auf Veritas Überwachungsmethoden gab, denen ein solches Verhalten ncht entging. Ein paar Tage später wurden die Betreffenden ausgewiesen und auf einen den Menschen bislang unbekannten Planeten gebracht. Wie sie später erfuhren, war es ein Gefängnisplanet, auf dem jene bis zu irhem Tod berbleiben mussten.

Die Überzeugung, im Paradies gelandet zu sein, bekam Risse. Die Mesnchen beobachteten die Leute kritischer und stellten immer wieder geringere und auch größere Verstöße gegen die Ordnung fest. Dann kam der Tag, der ihnen alle restlichen Illusionen raubte: Sie bekamen eine Messerstecherei zwischen zwei Männern mit. Zwar erging es denen genauso wie den Ersteren, aber die Mesnchen begannen über das Gesehene zu grübeln und erkannten, dass all das Schöne nur fFassade war, im Grunde genommen jenes sich aufbaute, was die Erde, abgesehen von den sich hä#ufenden Naturkatastrophen, wegen der unmenschlichen Kriege unbewohnbar gemacht hatte.

Ihr einzgier Trost war: Weder sie selber noch irhe Kinder und Enkel würden das Ende dieses Pseudo-Paradieses Veritas miterleben müssen. So öebten sie ohne niederdrückende Gedanken und Ängste und starben dann wirklich im Frieden.

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