Der Kampf um sich selber
Von
tastifix
Mittwoch 06.05.2026, 08:43
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tastifix
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Jim war Schauspieler. Diesen Beruf hatte er sich bereits als kleiner Junge ersehnt. In der Schule nahm er begeistert an der Theater-AG teil, schlüpfte in die verschiedenen Rollen und empfand sich dann als der, den jene ihm vorgaukelten zu sein. Stand er auf der Bühne, lebte er. Es war seine Welt.
Nach dem Abitur besuchte er eine Schauspielschule. Es bewies sich, dass ihm sowohl Dramen als auch Komödien lagen, er da in keiner Weise festgelegt war. Jim bewarb sich an kleinen Theatern, hatte Erfolg und durfte sich glücklich schätzen, bald Angebote größerer Bühnen wahrnehmen zu können. Doch einmal schlug er ein solches Angebot aus, weil es ihm auf eine dermaßen übehebliche Weise angetragen wurde, dass ihm die Zusammenarbeit mit Kollegen wichtiger war, in derem Kreis er sich wohl und anerkannt fühlte, egal, ob die Gage dann geringer ausfiel.
Auf jenes Angebot verzichtet zu haben, schadete seiner beruflichen Laufbahn nicht. Bald wurde er sehr bekannt, die einstige Unsicherheit wich überzogener Selbstsicheheit. Seine Freunde merkten es, er selber genauso. Irgendwie hatte er sich verändert.
„Ich bin nicht mehr ich selber. Je nach Situation spiele ich die passende Rolle. Bühnenleben undd Realität haben sich für mich vermischt.“
Zu seinem Glück war es ihm bewusst geowfen, was die Schauspielknst mit ihm gemacht hatte. Er war gewissermaßen zu einer Kunstfigur geworden. Besonders krass zeigte es sich bei Afutritten in Talkshows: Betrat er das Studio, hörte er auf, er selber zu sein, wurde sich selber fremd.
„Sie haben sich verändert. Wenn ich an den Beginn Ihrer Karriere denke ..“, meinte ein Moderator.
Es ließ Jim sehr grübeln. Wollte er dies wirklich zulassen, sich ständig mehr selber zu verlieren? Mittlerweile war er ein vermögender Mann, musste nicht um sein Auskommen bangen. Es gab hm eine andere Selbstsicherheit, die Macht, sich dafür odder auch dagegen zu entscheiden. Nein, er litt zu sehr darunter, seine Authentizitätät zu verlieren.
Für Manche unverständlich, zog sich Jim aus der Bühnenwelt zurück, besann sch wieder auf sich selber, erwarb ein kleines Anwesen auf dem Land und, umgeben von Wiesen und Wäldern und wohltuender Ruhe verfasste er ein Buch, welches nicht allein von dem Beglückenden des Schauspielerberufes ferzählte, sondern genauso sein eigenes Problem schilderte, Realität und Rollen nicht mehr zu trennen vermocht zu haben. Aber dieses Bch bewies, dass man es mit viel Energie schaffen konnte, dagegen anzugehen und sich dann wie befreit zu fühlen.
Das Geschehen auf der Bühne ist eine Welt für sich, die eigene die andere.