Der Frosch, der nicht grün sein wollte (3)
Von
tastifix
Donnerstag 13.03.2025, 08:02 – geändert Donnerstag 13.03.2025, 08:41
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tastifix
Donnerstag 13.03.2025, 08:02 – geändert Donnerstag 13.03.2025, 08:41
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„Hm, nichts oder ist dort hinten etwa ... ?“
Entsetzt warnt er:
„Quaki! Vorsicht, ein Storch!!“
Der duckt sich tief ins hohe Gras.
„Klebsi, i..ich hab` solche Angst!“
Klapp, der Storch, hat den knallbunten Frosch längst erspäht und nähert sich rasch. Nur noch wenige Meter trennen ihn von Quaki.
„Klebsii! Bitte, tu doch etwas!!“
„Rühr Dich nicht von der Stelle, Quaki! Dem heiz ich ein!“
Mit rasendem Herzklopfen und platt wie eine Flunder liegt der Frosch am Boden. Der Uhu rast wie ein Düsenjäger auf den Storch zu und hackt auf ihn ein.
„Aua, klappklapp!“, klappert Klapp und versucht noch, zurückzuhacken.
Aber der Uhu weicht geschickt aus, startet erneut einen Angriff und umklammert Klapps Hals mit dem Schnabel.
„L..Lass mich so..sofort los oder ... “, krächzt der Storch.
Doch dann ird er leiser und leiser, denn Klebsi kneift immer fester zu. Klapp windet sich heftig. Vergeblich! Er klebt am Schnabel des Uhus fest und reißt sich, verzweifelt heftig strampelnd, gar dabei einige Federn aus. Klebsi trägt bereits einen dichten weißen Bart.
Aus sicherer Entfernung beobachtet Quaki das Ganze. Gerade schüttelt sein Freund den Storch hin und her, dass dem dabei Hören und Sehen vergehen:
„Ich lass Dich nur wieder los, wenn Du versprichst ...“, droht Klebsi.
„Alles, alles, was Du willst!“, röchelt Klapp.
„Du wirst also meinen Freund nie mehr verfolgen?“
„Kl..klapp, j..jaah!“
Kraftlos baumelt der Storch an Klebsis Schnabel. Der mustert ihn misstrauisch
„Na gut. Aber wehe Dir, wenn ... “
„N..nein. Ganz bestimmt nicht!“
Klebsi schleppt seine ungewöhnliche Last zum Fluss und badet den Schnabel iin dem warmen Wasser. Nach ein paar Minuten ist der Storch wieder frei.
„D..Danke!“, klappert der zitternd und verzieht sich auf wackelnden Stelzen.
„Das wagt der kein zweites Mal!“, murmelt Klebsi zufrieden, reibt sich an einem Stein den weißen Bart ab und kehrt schnell zu Quaki zurück, der noch immer kleinlaut im Gras liegt. Erleichtert sieht der Frosch ihn an.
„Klebsi??“
„Uhuuh?“
„Du hattest Dir den Schnabel mit Kleber eingeschmiert, stimmt`s?“
Der Uhu grinst.
Quaki ist die Freude an seinem grellen Froschkleid endgültig vergangen.
„Klebsi, quuaak!“, jammert er. „Wenn ich doch bloß wieder grün wäre ...“
„Steig auf. Ich bring Dich zur Fee!“
Quaki kuschelt sich tief ins Federkleid, hält sich an einer der Nackenfedern fest und der Uhu düst zum Waldrand.
„Wir sind da!“
Er landet direkt vor der Feenhöhle. Froh springt Quaki auf den Boden. Während des Fluges ist ihm doch ein wenig schwindelig gewesen. Kein Wunder, denn Frösche sausen eigentlich nicht oben am Himmel entlang.
„Danke, Klebsi!“
„Hab` ich gern getan!“, lacht der. „Bis bald!“
„Tschühüss!“
Klebsi flattert von dannen,
Quak sortiert die Beine und stimmt zum zweites Mal sein schönstes Lied an. Wieder erscheint die Fee.
„Nanu?“, fragt sie überrascht.
„Ja, es ist n..nämlich ... “, stottert Quaki beschämt und schildert, wie er als grellbunter Frosch nur knapp dem Tod entgangen ist.
„Hätte mein Freund, der Uhu Klebsi, mir nicht geholfen … Ich bin ja so dumm gewesen! Liebe Fee, bitte, bitte, kannst Du mich wieder grün zaubern?“
Zauberschön lächelt fein:
„Siehst Du: Alles im Leben hat seinen Sinn. Klar helfe ich Dir!“
Sie murmelt einen Zauberspruch. Quakis buntes Kleid verblasst und wenige Augenblicke später ist er wieder genauso grün wie seine Geschwister.
„Danke, Zauberschön!!“
Mit einem lauten ´Quuaak` verschwiendet Quaki und hüpft glücklich zurück auf seine Wiese.
„Juhuuh! Einfach toll, die olle Farbe wieder los zu sein. Nie mehr bunt! Endlich bin ich wieder ein ganz normaler Frosch, quuak!!“