Der Frosch, der nicht grün sein wollte (1)
Von
tastifix
Mittwoch 12.03.2025, 16:34 – geändert Donnerstag 13.03.2025, 09:17
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Kaulquappe Quaki ist zum Frosch heran gewachsen. Zusammen mit den Geschwistern hüpft er an Land und wird nun auf der Wiese amTeich leben. Er msutert die Anderen, dann sich selber:
„Wie langweilig grün wir alle sind! Quak, ich will leiber lustig bunt sein!“
„ Bkoß nicht, Quaki. Denn dann entdeckt Dich der Storch schon von weitem!“
„Na und?“, meint der nbekümmert. „Ich spring fix weg., Der kriegt mich nicht!“
Die Geschwister smachen sich Sorgen:
„Bleib` besser grün wie Du jetzt bist.“
Doch Quaki ist stur:
„Nee, will ich aber nicht!“
Husch, die Maus, hat zugehört. Sie mag den kleinen Frosch.
„Quak, drüben am Waldrand wohnt in einer der Baumhöhlen Fee Zauberschön. Die hat schon vielen Tieren deren Wünsche erfüllt.“
„Husch, die bist die netteste Maus der Welt. Danke!“
Sofort macht er sich mit langen Sprüngen auf den Weg zum Wald. Dort entdeckt er in einem besonders prächtigen Baum die Feenhöhle, hockt sich davor und quakt sein schönstes Quak-Lied, um die Fee zu beeindrucken. Es dauert nur kurz, Zauberschön erscheint und fragt:
„Was kann ich für Dich tun?“
„Ich will nicht so doof grün sein.Viel ieber leuchtend bunt!“
Über Quakis Geischt rollt eine Träne. Die Fee erträgt es nicht, wenn ein Tier unglücklich ist. Mitleidig streichelt sie ihn:
„Sei nicht mehr traurig. Ich helfe Dir.“
Gleich guckt Quaki fröhlicher und wartet gespannt, was die Fee vor hat. Zauberschön murmelt einen schönen Zauberspruch. Leuchtende Farben wie Grün, Rot, Orange, Blau und sogar auch Violett verwandeln Quaki in einen kunterbunten Frosch. Sein Gesicht ist gelb wie eine Zitrone, sein Rücken blau wie das Meer mit lila und orange Tupfen, sein Bauch knallrot-grün gestreift und seine Beine lila-gelb kariert. Jubelnd bewindert sich Quaki in Fees Zauberspiegel.
„Ich bin der schönste Frosch der Welt!“
Die Fee freut sich zwar für ihn, aber, mahnt; jetzt noch vorsichtiger zu sein als sonst.
„Vergiss nicht, dass Du nun allen Feinden sofort auffällst!“
„Mir passiert schon nichts!“
Mit einem fröhlichen ´Danke-Quak` verabschiedet er sich und springt zurück auf seine Wiese. Derweil nutzt er jede Pfütze als einen Spiegel.
„Quak, die Anderen werden Seerosenblätter staunen!“
Unterwegs begegnet ihm einFuchs, der sich gerade an einen Hasen heranschleicht. Als er den Frosch erblickt, ist der hoppelnde Leckerbissen vergessen:
„Wie siehst Du denn aus?“
„Ich bin jetzt ein Knallbuntfrosch!“, erklärt Quaki und springt übermütig wie ein Knallfrosch in die Höhe.
„Du bist verrückt geworden!“, schüttelt sich der Fuchs und hält wieder Ausschau nach dem fetten Hasen. Doch der hat sich längst in Sicherheit gebracht.
Quaki beachtet den Fuchs nicht länger. Wenig später trifft er eine Katze, die bei seinem Anblick laut los lacht.
„Miau, hihi, bist Du in einen Farbkasten geplumpst?“
„Bist nur neidisch, Du mit Deinem so blöd grauen Fell!“
„Pööh!“, macht die Katze beleidigt.
Quaki wendet sich ab und springt davon.
„Keiner ist hübscher als ich!“
Als ein bonbonfarbener Pinpongball hüpft Quaki sorglos zur Mitte der Wiese. Dort steht ein mächtiger Baum. Das wilde Springen ist sehr anstrengend gewesen. So ruht sich der Frosch unter ihm aus und lugt derweil forschend umher, ob irgendwelche Tiere in der Nähe sind, von denen er sich anstaunen lassen kann. Über sich hört er seine gefiederten Freunde, die Vögel, zwitschern. Und schon entdeckt ihn RotkehlchenTiri. Aufgeregt hopst es hin und her:
„Tirili! Quaki, ist das etwa die neueste Froschmode?“
Ein wenig neidisch ist es schon, denn es selber trägt ja nur auf der Brust etwas Orange.
´Obwohl ... Solch ein kräftiges Orange hat wohl kein anderes Rotkehlchen!`
Quak i zeigt sich von allen Seiten.
„Toll!“, piept Tiri.
Inzwischen sind auch die Spatzen, Meisen und vor allem die Elster Pfiffikus aufmerksam geworden. Die kreischt prompt los. Doch noch wird dies vom spöttischen Gezeter der Spatzen und dem vergnügten Singsang der Meisen übertönt.
„Was ist denn mit Dir passiert?“
„Spielst Du eine Ampel?“
„Hihi, so`n Frosch habe ich ja noch nie gesehen!“
„Seid mal eben still!“, ruft plötzlich Pfiffikus durchdringend.
Sofort herrscht Ruhe. Alle fragen sich, was wohl der Elster dazu einfällt.
„Gehst Du etwa zum Froschkarnevalsball? Ist es dafür nicht zu früh?“
Die Anderen gucken sie staunend an.
„Daran hab` ich noch gar nicht gedacht!“, schilpt ein Spatz. „Klar, Quaki will Karneval feiern!“
Die Meisen nicken sich zu. Der Frosch schweigt:
´Alles dreht sich um mich! - Tja, bin ja auch der außergewöhnlichste Frosch der Welt!`
Über seinem Kopf hört er Flügelrauschen, Schaut erschrocken hoch und erkennt Uhu Klebsi, seinen aller besten Freund aus dem Wald.
„W..Wieso bist Du denn t..tagsüber unterwegs?“
Denn Klebsi jagt eigentlich nur nachts.
„Ach“, stöhnt der. „In der letzten Nacht hab` ich nichts gefangen und mit knurrendem Magen kann ich nicht schlafen, darum!“
Dann meint er:
„Quaki, Du leuchtest wie eine Laterne. Ist ja viel zu gefährlich.“
Klebsi ist eben ein besonders kluger Vogel. Grübelnd mustert er den Frosch:
„So gehtst dDu nicht allein auf Reisen. Ich komm mit und beschütz Dich. Moment, bin gleich wieder da!“
Klebsi schwingt sich in die Höhe und gleitet nachhause, hält sich dort aber nur kurz auf und fleigt dann eilig zurück zu Quaki.
„Quuak, das ging aber fix. Was hast Du denn gemacht?“ “
Klebsi grinst nur:
„Verrat ich nicht!“
Und denkt:
´Wenn uns gleich ein Storch begegnet, wird der sich umgucken!`
Die Zwei brechen auf. Weil Klebsi viel schneller fliegen kann als Quak hüpfen könnte, verzichtet auf das gemütliche Trudeln im Wind und schreitet dagegen majestätisch neben ihm her. Der macht nur winzige Hopser, damit sein gefiederter Freund nicht etwa hinter ihm zurück bleibt. Ab und zu schnappt sich Quaki eine Fliege.
„Lecker!“, meint er zufrieden.
Klebsi jedoch hängt mittlerweile der Magen vor Kohldampf unter den Krallen.
„Ich halt es nicht mehr lange aus ...“, jammert er.
Quaki will ihn trösten:
"Du findest bestimmt gleich etwas!“
Der Uhu guckt nur verzweifelt.
„Armer Klebsi!“, denkt der Frosch. ...