Der Baum und sein Freund, der Junge (1)
Von
tastifix
01.02.2026, 12:58 – geändert Samstag 14.02.2026, 10:55
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tastifix
01.02.2026, 12:58 – geändert Samstag 14.02.2026, 10:55
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Hoch oben am Berg standen auf einer Waldwiese Reihen junger Bäume. Sie ähnelten sich sehr. Ganz allmählich wurden sie größer und dann, eines Tages, kamen Menschen und begannen, den ersten Bäumen einige Äste abzusägen. sDamit die Bäume alle möglichst die gleiche Form haben sollten.
Immer wieder mal wurden neue Winzlinge gesetzt. ,,
„Wenn Ihr brav wachst, werden wir Euch ins Blumencenter bringen. Dort warten schon viele Leute darauf, einem von Euch ein neues Zuhause zu schenken.“
Schaukeli, einer der Winzlinge, der so genannt wurde, weil er im leichten Wind sofort zu schaukeln begann, hatte aufmerksam zguehört und war empört:
„Was soll das denn? Wieso sschneiden sie an uns herum? Und weh tut es zudem!!“
Der Kleine neben ihm meinte:
„Sie wollen, dass alles so aussieht, wie sie es gerne sehen möchten!“
Schaukeli sah ihn traurig an:
„Wie, die dürfen das und wir müssen es uns gefallen lassen? Schade, dass wir des nicht mit denen machen können! Hätten sie verdient!“
“Wir können uns nicht wehren! Wie denn auch? Stecken fest im Boden, können nicht weg!“
Eine Weile grübelte Schaukeli. Plötzlich aber wedelte er aufgeregt mit seinem dritten Blatt.
„Doch, ich wehre mich! Mich haben sie gerade erst eingepflanzt. Meine Wurzeln sind noch nicht fest eingegraben.“
„Du willst doch nicht etwa. ..?“
„Aber ja! Ich wandere fort!“
„Micht doch, Schaukeli: Wo willst Du denn hin? Und außerdem: Wenn die Menschen entdecken, dass Du fehlst, dann suchen sie Dich und fangen Dich ein. Du wirst vielleicht in einen großen Kübel gesetzt und stehst dann dort Jahr für Jahr ohne Kameraden wie uns. Mit niemandem wirst Du sprechen können und irgendwann, wenn Du den Leuten zu alt und zu gebrechlich erscheinst, graben sie Dich aus und Du landest im Müll.“
„Nee, die finden mich nicht. Ich wandere nur weiter, wenn es dunkel ist.“
„Nachts?? Aber nachts siehst Du doch nicht, wo Du hin läufst. Vielleicht fällst Du gar von einem hohen Felsen und brichst Dir Deine Zweige oder so … “
„Passiert mir nicht! Denn der Mond und auch die Sterne leuchten ja!“
„Schaukeli! Aber überall gibts Menschen, die uns nach ihrrem Geschmack zurechtstutzen. Egal, wie dann!“
„Ich wandere in Gegenden, in denen es keine gibt, wo alles noch so wächst, wie die Natur es vorgesehen hat!“
„Nein, bitte, bleib hier! Ich würde ganz traurig sein, wenn Du weg bist!“
„Nein, wenn Du daran denkst, wie fröhlich es mit dann zumute sein wird, dann wirst Du Dich für mich freuen. Das weiß ich ganz genau!“
Ja, die Beiden waren Freunde geworden und der kleine Flatti wollte seinen neuen Freund nicht schon wieder verlieren. Aber alles Flehen half nicht und Flatti musste mitansehen, wie sich Schaukeli die Erde von den Wurzeln streifte und zögerlich die Wurzelenden als Beine nutzte. Es klappte imemr besser und dann war es soweit: Schaukeli streicchelte mit seinen Blättern den kleinen Flatti und verabscheidete sich.
„Machs gut! Denk ab und zu an mich!“
Noch während er sprach, entfernte sich Schaukeli weiter und weiter und war bald nur noch als ein kleiner Punkt zu erkennen. Traurig ließ Flatti die Zweige hängen:
„Den seh ich nie wieder! Hoffentlich stößt ihm nichts zu!“...