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DAT BEST AN D´ NÖRDEN

Von egalis Samstag 15.06.2019, 14:05

(mit Übersetzung)
is uns Flexibilität, as ´n dat up Dütsk seggt. Of: dat kummt anners, as ´n dat denkt.
Sömmerweer. So recht wat, um mal weer wat in mien Wildernis to doon. Wildernis, dat is mien Tuun vör un achter ´t Huus. Bün also lostrucken un hebb besörgt: Stütten för de Mehrjahrsblömen, Bambusstocken, Blömen. Wat verwelkt weer, sull utwesselt worden. Dat wull ik annerdaags smörgens maken.
Bi dit Weer, doch ik, stah ik al froh up, so tegen Söben Ühr un bün denn fein up Tied mit dat Wark klaar. Dat harr vandaag wesen sullt.
Up Tied weer ik waker, al um Halv Fiev. Och, twee Stünnen kunn ik noch. Upwaakt bün ik denn um Vördel na Acht. Schietendiddi. Wo sücht ´t in buten ut? Blaugrau Himmel. Dat sücht nich good ut. Eendoon, so lang as dat nich gütt…

Dat hett ´t denn aber daan. Ok good. Denn schrabb ik al mal de Wuddels för de Ssopp. Tüskenin gau de Blömenpotten ut de Körv nohmen. De Körv denn ofspölt un wechpackt. Natt worden. Maakt aber nix. Mien Haar hett denn mehr Locken.

Ssoppknaak ut Fröst söcht un upsett. Waskemaschin anstellt.
Kater liggt up dat klaar Bedd, man nich up sien Deck. De hebb ik vergeten. Nu liggt he UNNER de Deck un dat gefallt hum.
Och, nu kunn ik noch eem kieken, wat an Emails inlopen is. Jau, Stück of wat. Also gliek antern. Dat duert.
Dor treckt so een Gör an mi vörbi… Heimat, de Ssopppott! Hett Wrasen achterlaten an Fliesen un Oflüchtdings. Ofwisket.
Immer mal weer kiek ik ut ´t Fenster, wo dat Weer utsücht.
Mien Tuunwark vergeet ik mit leverlaa. Is nich slimm. Mal sehn, wat de Namiddag noch för mi hett.

Dat Best an d´ Nörden is eem uns Flexibilität!


Übersetzung:
DAS BESTE AM NORDEN
ist unsere Flexibilität. Oder: Erstens kommt es anders…
Sommerwetter. Ideal, um mal wieder was in meiner Wildnis, die sich Garten nennt, zu tun. So zog ich los und besorgte: Staudenstützen, Bambusstäbe, Blumen. Es muss einiges an Verwelktem in Gefäßen ausgewechselt werden. Das wollte ich am nächsten Morgen machen.
Bei deeem Wetter, dachte ich, stehe ich früh auf, so um Sieben Uhr und bin dann schön zeitig auch mit der Arbeit fertig. Das wäre heute gewesen.
Früh war ich wach, nämlich um Halbe Fünfe. Och, zwei Stunden kannste noch. Aufgewacht bin ich dann um Viertel nach Acht. Mist. Wie sieht es draußen aus? Blaugrauer Himmel. Das verheißt nichts Gutes. Aber egal, solange es nicht schüttet…
Das tat es dann aber. Na gut, dann schrappe ich schon mal die Wurzeln für die Suppe. Zwischendurch kurz die Blumentöpfe aus dem Korb gestellt und diesen abgespült und weggepackt. Nass geworden. Macht nix. Haare locken sich dann mehr.
Suppeneinlage knochiger Art aus dem Frost gesucht und aufgesetzt. Die Waschmaschine angestellt.
Kater liegt auf gemachtem Bett, aber nicht auf seiner Decke. Die habe ich vergessen. Erledigt. Jetzt liegt er UNTER der Decke, was ihm zu gefallen scheint.
Och, jetzt könnte ich nachsehen, was an Emails gekommen ist. Jau, einiges. Also gleich beantwortet. Das dauert.
Da zieht so ein Geruch an mir vorbei… Himmel, der Suppentopf! Hinterließ viel Wasserdampf und Spritzer auf der Herdplatte. Beseitigt.
Zwischendurch immer wieder ein Blick aus dem Fenster. Meine gärtnerische Tätigkeit gerät langsam in Vergessenheit. Macht eigentlich nichts. Mal sehen, was der Nachmittag noch bringt.
Das Beste am Norden ist eben unsere Flexibilität!


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