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Das tödliche Dreieck Teil1

Von Fiddigeigei Mittwoch 03.10.2018, 18:32

Das tödliche Dreieck
Ein Carlos Kurzkrimi

Oberkommissar beim BKA und nun das Ende einer erfolgreichen Laufbahn. Aber wir müssen alle mal gehen, dachte Oberkommissar Kurt Leonhard. Gestern war die Abschiedsfeier und er war umringt von Freunden, Neider und Rätselrater, wer denn wohl sein Kommissariat vererbt bekommen würde. Er war seit vielen Jahren zuständig für Serienmörder und hatte bis jetzt alle Fälle die in der Republik geschahen gelöst, bis auf einen Fall
- der Fall des Wandermörders-.
Sein Chef, Kriminalrat Mayr meinte beim persönlichen Abschiedsgespräch zwischen zwei Männer die Jahre vertrauensvoll zusammengearbeitet hatten, Kurt- sagte er- diesen Fall legen wir als nicht lösbar in die Ablage. Was du nicht geschafft hast, das schafft auch kein anderer. Überlassen wir den Wandermörder dem Kommissar Zufall!
Heute am Freitag, räumte er nun seinen Schreibtisch für seinem Nachfolger. Ein Karton Habseligkeiten und Andenken. Das Bild seiner Frau Freya, wickelte er besonders vorsichtig ein und dachte dabei, wie nun wohl alles werden würde bei der vielen Zeit die sie nun miteinander zu verbringen hatten.
Mehr als Andenken gedacht legte er seine alte treue Dienstpistole oben auf das Paket. Dann sah er sich im Zimmer um, an der Wand hing eine Dienstmütze von Kommissar de Blair aus Paris, mit dem ihn aus der Zeit, als beide für Interpol arbeiteten eine enge Freundschaft verband. Wehmütig nahm er sie vom Nagel und eine gewisse Niedergeschlagenheit und Ängste vor der Zukunft kam über ihn.
Das letzte mal die Türe vom Dienstzimmer schließen, einige Kollegen stehen im Gang, man ruft sich zu: Machs gut! Der Paternoster Aufzug knirscht und knarrt wie immer. Abschied vom Pförtner und man ist raus. Raus aus 45 Jahren Beruf. Man ist 65 denkt Kurt, es musste sein. Er beißt sich auf die Lippen als er in die Straßenbahn einsteigt und dreht sich nicht mehr um. Feuchte Augen!

Freyja ist eine gescheite Frau und sie weiß wie es in ihrem Kurt nun aussieht. Einer der seinen Beruf so ernst und gerne gemacht hat, der stellt nicht so leicht auf Pension um. Sie würde ihn zum Einkaufen schicken und in den Park zum Tauben füttern. Abends gemeinsam Rommee spielen und Fernsehen.
Auf das gemeinsame Frühstück freuten sich beide. Gemütlich ohne Zeitdruck Kaffee trinken, Zeitung lesen und dabei Radio hören. Nachmittags spazieren in der Stadt oder raus fahren und im Wald picknicken. Sie hatte genug Ideen um Kurt vom Sinnieren abzuhalten und Kurt wollte endlich lesen, viel lesen und hatte sich bei der Stadtbücherei bereits eingeschrieben.

Zwei ganze Jahre waren vergangen und Kurt und Freya hatten begonnen sich auf das gemeinsame Tägliche einzustellen, sich auf jeden Tag der sie aufweckte zu freuen. Sie entdeckten sich neu, fanden Berührungspunkte, die sie nie bei sich vermutet hatten.
Aber dann zwischen all dem genussvolle Glück der beiden drängte sich ein anderer, ein Dritter, einer dem man nicht die Türe weisen kann, einer der unerbittlich seinen Teil am Leben fordert, von uns allen fordert. Es war der Tod!

Fortsetzung Teil 2

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