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Alte Geschichten

Von ehemaliges Mitglied Donnerstag 29.07.2021, 11:36

Seit vier Tagen lese ich viel (von/über) "alte Geschichten". Immer wieder aus einem neuen Blickwinkel und daher bin ich immer wieder geneigt, dem jeweils aktuellen Blickwinkel zu der alten Geschichte zuzustimmen. Und mittlerweile frage ich mich schon, welch interessanter Aspekt denn als nächstes folgen wird? Ist es nicht erstaunlich, was aus einer einzigen alten Geschichte alles herauszulesen ist und entstehen kann? Ein Spektrum an Gedanken, eine Fülle an Gefühlen, Re- und Aktionen, Meinungen, Einstellungen, Verstellungen und Vorstellungen... und eine schwimmende Grenze von Un-Menschlichkeiten, kurz:
"Kreatives Schreiben"!
Alte Geschichten können also sehr wohltuend und inspirierend sein, wenn sie neu "aufgelegt" werden.
Zwischendurch drängt sich mir aber auch immer wieder ein Ausdruck auf: "Jahrmarkt der Eitelkeiten", ganz sicher deshalb, weil ICH wohl genau da hingehöre! Allerdings fällt mir dann wieder ein, dass ich auch diese alte Geschichte gar nicht kenne und daher lieber nichts dazu sagen sollte. Was liegt also näher als mich über diese alte Geschichte zu informieren, sie zu lesen, zu interpretieren, zu sezieren, zu analysieren, Stellung zu beziehen und so immer weiter leben zu lassen?
MIR zumindest liegt in diesem Fall das Eine näher: Es gut sein zu lassen!
Es GUT sein zu lassen.
Es gut SEIN zu lassen.
Es gut sein ZU LASSEN!

Denn, wenn Verletzungen nicht fiktiv sind, sollten diese alten Geschichten weder "neu aufgelegt" noch "am Leben gehalten" werden.
Dann sollten Geschichten zu Geschichte werden.

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