Wo ist denn nur ... ?
Von
tastifix
Montag 14.08.2023, 10:50 – geändert Montag 14.08.2023, 11:19
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tastifix
Montag 14.08.2023, 10:50 – geändert Montag 14.08.2023, 11:19
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Es war eine große Gartenfete und wir 17 Personen, dabei drei Kinder. Den ganzen Morgen beschwörten wir den Himmel, den Regen bitte erst nach der Feier herunter prasseln zu lassen.
"Falls wir den ganzen Tag im Haus verbringen müssen, - auweia!!"
2Ich stellte mir vor, die drei Kidner würden zunächst noch zufrieden im Hobbyraum toben, zumal wir dort noch die Tischtennisplatte aufgebaut hatten. Aber nach spätestens einer Stunde würde auch jenes seinen Reiz verlieren und sie irgendwann dementsprechend unzufrieden werden.
Aber Petrus hatte ein Einsehen. Ab etwa 16 Uhr durften wir uns nach draußen wagen, sogar die Sonne zeigte sich und das Grillen fand abends im Garten statt. Gegen 18 Uhr kümmerten sich mein Mann und der jüngere Schwiegersohn in der Küche un das Fleisch und ich derweil um die Salatbeilagen. Überall stand etwas rum, selbst die winzigsten Lücken zwischen all den Geräten dienten als Abstellmöglichkeiten. Hauptsache, alles fand noch Platz. Während wir also emsig zugange waren, besuchten uns von Zeit zu Zeit die Kinder.
"Omi, wann gehts denn los? hab Hunge!?"
Oder auch:
"Die schaukelt immer. Ich will auch mal!"
"Ist gar nicht wahr!", kam empört zurück.
"Kinder, einigt Euch bitte. Ist ja wohl möglich. Ihr seid keine Kleinkinder mehr! - Sonst müsst Ihr noch länger warten, bis es dann Essen gibt. Denn wir haben noch zu tun!"
Die Aussicht darauf, denn doch bald über die Würstchen her fallen zu dürfen, wirkte Wunder und die Drei verschwanden wieder.
Weiterhin schien die Sonne und wir deckten den fast 3m langen Gartentisch, auf dem sich dann das halbe Kücheninventar tummelte und zum Teil kreuz und quer gereicht wurde. Schließlich pflegen wir uns nicht der Länge nach auf denselbigen zu legen, um an bestimmte Schüsselchen heran zu reichen. Es schmeckte hervorragend. Erleichtert räumte ich nach und nach die Gläser- und Porzellanberge ab und war wieder mal äußerst dankbar, das Chaos in der Spülmaschine verschwinden lassen zu können. So war die Küche fix wieder ordentlich und alle Utensilien dort, wo sie hin gehörtem.
Als ich fast fertig war, streifte mein Blick kurz die Arbeitsplatte. Es fiel mir auf, dass dort etwas fehlte, dachte aber nicht länger darüber nach. war ja mit Wichtigerem beschäftigt. Der Abend wurde noch sehr gemütlich und wir saßen bis 22 Uhr zusammen.
Dann allerdings brachen unsere Gäste auf und wir verschwanden ins Bett.
Anderntags während des Frühstücks fehlte ietwas. Ohne jenes aber wäre es kein richtiges Frühstück.
"Gibts doch gar nicht! War gestern noch da, kann nicht weg sein!"
"Die Kinder haben es bestimmt nicht für die Schnitzeljagd genommen!"
Wir ließen Kaffee und Brötchen stehen, hasteten in den Garten, schauten unter die Tische, kontrollierten den Rasen. Nichts. Zurück im Haus, durchforsteten wir zunächst sämtliche Zimmer. dann die Bäder und die Gäste-WCs. Ebenfalls nichts. Im Keller setzten wir alle Hoffnung auf den Hobbyraum. Klar auch vergeblich!
So allmählich machte mich dieser Zirkus nervös und ich durchkramte ein zweites Mal das Gästezimmer, denn die Kinder hatten dort Verstecken gespielt und eines sich, wie es selber schilderte, unter der Bettdecke verkrochen.
´Hat es vielleicht ...?`
Nein, da war nichts.
"Also," sagte ich mir, "ich hab keine Lust, den ganzen Sonntag darüber nachzugrübeln. Irgendwann und irgendwo wird der blöde Salzstreuer wieder auftauchen!"