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Endlich frei von seelischer Pein

Von tastifix Donnerstag 13.02.2025, 17:20 – geändert Freitag 14.02.2025, 09:52

Martina, dem angehendenTeenager, war, lebte in einem seelischen Käfig als eine Marionette, aufgezwungen von dder dominaten Mutter. Einer Dame der Gesellschaft, attraktiv, intelligent und, wenn sie wollte, sehr charmant. So kannten sie Freunde und Bekannte. Ihre anderen Charakterzüge zeigten sich nur hitner der gutbürgerlichen Fassade. Niemand ahnte etwas. Martina durchlebte deshalb eine sehr zwiespältige Kindheit und Jugend. Wurde geliebt und verwöhnt, solange sie im Sinne ihrer Mutter agierte, die angepasste Tochter aus vornehmen Hause spielte. Erfuhr Hass, wenn sie es wagte, der eigenen Persönlichkeit Raum zu geben. Nur selten brachte das Mädchen den Mut dazu auf. Immer dirigierte sie die Angst vor Strafen, Missachtung oder gar Hass. Es hatte schlimme Demütigungen, körperliche Züchtigung und psychische Quälerei zur Folge.

Eines Tages entwand ihr die Mutter gar das Letzte, was Martina noch als alleinigen Besitz ansehen konnte, das Tagebuch. Sie las laut daraus vor, zwang ihre zitternd dort stehende Tochter, zuzuhören, verlachte sie:
„Wie kannst Du eine solche Scheiße schreiben?“
Martina stand erstarrt vor ihr, vermochte weder dagegen zu protestieren oder gar zu weinen. Die Kälte jener Aktion erdrückte sie fast.

Martina hatte in ihrer seelischen Not diesem Büchlein alle Fantasien wie auch allen Kummer anvertraut. Warum sie, warum so? Was hatte sie verbrochen, dass sie so gemein behandelt wurde, als wäre sieNichts, unfähig zu allem und eigentlich unwürdig, überhaupt zu existieren. Jeden Tag hämmerte diese Frau es ihr ein.
„Mir ginge es besser, Du lebtest gar nicht. Du bist der Nagel zu meinem Sarg.“
Die Mutter nahm das Tagebuch, die sammlung der geheimsten Gedanken und zerriss es. Martina fühlte sich wie tot.
´Jetzt habe ich nichts mehr, was mir gehört. Jetzt ist es so, als ob ich nicht mehr wäre.`
Entsetzt schaute sie die Mutternur an. Mehr nicht. Ein Kind, dem Elternhaus völlig ausgeliefert, resigniert und macht die haarsträubenden Anschuldigungen zu Wahrheiten sich selber gegenüber. Empfindet sich als wertlos und nicht mehr als wertvoll wie alle Anderen.

Der Vater war Wissenschaftler, Hauptsache, er konnte sich Büchern widmen und hatte seine Ruhe. Völlig unter dem Pantoffel seiner Frau stehend, schwieg er zu allem. Auch ihn demütigte sie. Er wehrte sich noch nicht mal dann, wenn sie ihn vor Anderen lächerlich machte.
Zu ihm hatte Martina ein relativ normal gutes Verhältnis. Sie war ihm ähnlich, hatte die große Liebe zur Natur geerbt. Darin verstanden und ergänzten sie sich. Trotz des Bestrebens der Mutter, dieses Verständnis für einander zu zerstören, indem sie Ehemann und Tochter gegeneinander auszuspielen versuchte.

Die Zustände daheimtrugen dazu bei, dass Martina oft dachte:
„Weshalb eigentlich lebe ich? Bitte entschuldigt, dass ich überhaupt auf der Welt bin!“
Sie weinte Nächte durch, immer gepeinigt von Furcht, es könnte entdeckt werden. Niemandem vertraute sie sich an, nicht mal Freundinnen. Der einzige Mitwisser war ihrTeddy, verschwiegen wie ein Grab und stets für sie da. Aber es gab noch etwas, was Martina Halt gab: Ihr Glaube an Gott half ihr, so manchen Tag zu überstehen, an dem die Mutter zur Furie wurde. Später hätte wuuste Martina gar nicht mehr ,wie oft sie Stoßgebete zum Himmel geschickt hatte. Wie oft sie gefragt hatte:
"Warum nur, warum? Was habe ich denn getan?"
Es blieben Fragen ohne Antwort. Aber wenigstens erleichterte es für Sekunden, sie ausgesprochen zu haben.

Inzwichen, nach Jahren, war Martina menschenscheu zu nennen. Begegneten ihr Leute draußen,senkte sie den Kopf.
„Seht mich bitte nicht an. Ich bin so hässlich!“
Selbst vor den den Freundinnen spielte sie eine Rolle. Sie gab sich betont frühlich und versteckte so ihren Kummer. Diese Fröhlichkeit, die tief in ihr war, nutzte sie als einen Schutzpanzer. Keiner durfte merken, was sie innenrlih gefangen hielt.

Martina wurde älter, das Verhalten der Mutter verschlimmerte sich noch. Martina hatte über allles, was sie mit jemandem redete, wortwörtlich Auskunft zu geben, wurde wurde ausgepresst bis aufs banalste Details.
Nach der Unterprima ging sie von der Schule ab und wurde PTA. In den Augen der Mutter eine Schande für die Familie, in der fast alle Abitur oder ein Studium verweisen konnten. Weil es zum guten Stil gehörte, kam Martina mit 16 Jahren in die Tanzschule. Voller Komplexe rechnete sie damit, nie in eine Clique aufgenommen zu werden. Noch weitaus tragischer, war sie nachwievor davon überzeugt, ein Nichts zu sein.

Doch es wurde die Wende ihres Lebens. Endlich würde sie sich als vollwertiges Mitglied der Gemeinschaft sehen dürfen. Zudem wartete das Schlüsselerlebnis, was für Martina die Rettung aus der inneren Not werden sollte, schon auf sie. Kaum wagte sie es, die aufkommende Freude richtig auszukosten, sich zu sagen:
„Es gilt mir, nicht den Anderen!!“
Warum aber wurde sie dann dermaßen froh? Nicht, wei lsie sehr gut tnzte und ihr sogar die Turniertänzerinausbildung vorgeschlagen wurde. Klar imponierte es, eine derartige Anerkennung zu ernten. Doch die Säulen für ihr zukünftiges Selbstbewusstsein wurden anders errichtet.

Die attraktivsten Jungen rissen sich um sie. Nicht nur als Tanzpartnerin war sie begehrt, sondern noch viel mehr als Gesprächspartnerin. Die Twens lachten sich über so manche Mädchen mit deren Verführungsversuchen kaputt, setzten sich dagegen zu Martina und unterhielten sich ernsthaft mit ihr. Martina aber brauchte Zeit. Es erschien ihr so unwirklich, sie selber sich so unwert, dass dies alles ihr galt. Aber sie spürte, wie allmählich die inneren Ketten zersprangen. Tränen der Erleichterung flossen und auch wegen der immer klareren Erkenntnis darüber, was alles ihr von der Mutter zugefügt worden war. Das es schlimme intrigante Lügen gewesen waren, um sie klein zu halten, sie zu zerstören.

Martina begann das jahrelange Leid abzuschütteln, die Verehrung zu genießen und und endlich frei zu lachen. Sie wurde umschwärmt. Ihre Meinung war gefragt. Martinas Seele gesundete.
„Sie mögen mich. Ich bin kein Nichts, kein bösartiges Biest. Nein, ich bin jemand, den man für wert hält, beachtet zu werden. Ich habe es nicht nötig, mich zu verstecken, muss keine Angst vor Anderen haben. Ich bin Wer!“

Die letzte innere Fessel fiel ab. Die Freude vertrieb die dunkle Vergangenheit.Von dann an trug Martina den Kopf hoch und wurde selbstbewusster. Sie hatte erkannt, wer sie wirklich war. Ein fröhliches, intelligentes Mädchen und, wie Andere sagten, sehr charmant.
Ein Mädchen mit starker Persönlichkeit!

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