Rosies Tod und die Paketlösung
Von ehemaliges Mitglied Samstag 16.02.2019, 19:12 – geändert Samstag 16.02.2019, 21:24
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Es fing an mit dem ziemlich plötzlichen Tod von Tante Rosie. Ich hatte selbst grad einen schönen beigefarbenen Daimler SUV gekauft und ihn in einer, wenn auch ziemlich kleinen, Garage abgestellt.
Nun hatte ich Gelegenheit ihn das erste mal auszufahren...die Trauerfeierlichkeiten auf dem Friedhof hatte ich grad so geschafft. Beim anschliessenden Leichenschmaus überredete mich meine Schwägerin dazu, "ein paar Sachen" derweil bei mir einzulagern, weil sie in eine Einraumwohnung umgezogen war. Ich willigte gutmütig ein. Wir fuhren also zur Wohnung von Tante Rosie und erst da bemerkte ich, was ich mir da aufgeladen hatte. Zwei Mal fuhr ich mit dem Daimler, bis zum Anschlag vollgepackt mit unnützen Zeug, zu meiner Garage. Da stapelten sich nun Thermomix, Brotbackautomaten, alte Bücher oder Schneebesen so hoch, dass mein geliebtes Auto keinen Platz mehr hatte und ich es vor dem Haus parken musste...allen Unwettern ausgesetzt. Ich war ratlos. Da beschloss ich, ein Regal zu bauen in der Garage für diesen Müll. Dazu demontierte ich meinen Zaun und versuchte daraus ein Regal zu bauen. ...es brach unter der Last zusammen. Was tun? Den Daimler eine weitere Nacht vor dem Haus stehen lassen? Ich ging mit traurigem Gesicht zu ihm. Er sprang nicht an..ich holte den ADAC...der stellte fest, dass mir jemand eine Kartoffel in den Auspuff gestopft hatte...das fand ich nun sehr gemein...was wird als Nächstes kommen? Abgebrochene Spiegel oder Kratzer in der hell in der Sonne glänzenden Karosserie? Mir musste was einfallen. Ich holte mir einige Bananenkisten aus dem Supermarkt...8 Kisten stopfte ich voll mit Dingen, die die Welt nicht braucht, und...brachte sie zur Post. Diese schickte ich an mich selbst...so hatte ich Platz und Zeit gewonnen. Nunja...nach 3 Tagen hätte ich die Pakete wieder bei mir...so ging das also nicht. Ich wusste genau, wann die Postfrau kam. Also schickte ich sie wieder los und vermied es zu Hause zu sein, wenn sie die Pakete bringen würde. So konnte ich Zeit gewinnen, denn sie blieben 7 Tage in der Packstation, bis sie wieder zu mir zurück kamen.
Das war an sich ne schöne Lösung...leider nur für eine Woche. Das Regal war immer noch in dem bedauernswerten Zustand und wenn ich den Daimler in die Garage stellen wollte, musste mir was Besseres einfallen. Da kam mir ein genialer Gedanke.
Ich schickte die Pakete auf dem Seeweg an eine fingierte und nicht existente Adresse in die Dominikanische Republik. Das war die Lösung. Es war relativ billig und ich hatte nun Platz für das geliebte Gefährt.
Nun ist ein dreiviertel Jahr vergangen..mein Daimler steht brav und sicher in der Garage. Wann und ob die Pakete zurück kommen, ist noch ungewiss..die Sendungsverfolgung sagt mir, dass sie auf dem Rückweg seien.