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King Kong

Von ehemaliges Mitglied Mittwoch 20.05.2020, 18:59 – geändert Mittwoch 20.05.2020, 19:08

Launen der Natur versucht der Mensch zunächst zu vermarkten, falls dies nicht so recht gelingt, beseitigt er sie. Dies ist gut zu beobachten sowohl bei der Alt- als auch bei der Neuverfilmung von >King Kong<.

Wenn beide Werke auch einen Vergleich mit Disneys >die Schöne und das Biest< zulassen, so ist er unangebracht, weil in diesem Fall das Biest sterben muß. Es wird durch den Mensch seiner Welt entrissen und in dessen, praktisch aus der Freiheit in die Gefangenschaft versetzt. King Kong hat nichts anderes verbrochen, als ein außergewöhnliches Tier zu sein, das nicht einmal die ihm als von sogenannten Wilden zum Menschenopfer vorgesehene in die Pfoten geratene Schöne als Opfer annimmt, sondern sie beschützt. Ergreifend ist die Szene als King Kong entführt in die Welt der Menschen auf der Spitze eines Wolkenkratzers von Flugzeugen beschossen die Schöne auf einen sicheren Platz absetzt, damit ihr nichts geschieht.

Der dargestellte Regisseur Carl Denham, dem man den ganzen Film über in den Hintern treten möchte, weil er des Ruhmes halber über Leichen geht, behauptet zum Schluß des Films, die Schöne habe den Tod King Kongs herbeigeführt, was zwar melodramatisch gut paßt aber nicht stimmt, denn ermordet hat ihn die Sensationslust, die Profitgier.

Da kann einem grausen, weil sich Phantasie mit der Realität deckt. Viel weiter scheint der moderne Mensch als die als Wilde Bezeichneten nicht gekommen zu sein, wenngleich deren Vorgehen andere Gründe als Sensationen und Profite hatte...

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